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Fernsehpreis Emmy : Netflix muss sich den Gipfel teilen

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Die Gewinner von „The Marvelous Mrs. Maisel“, ganz rechts Hauptdarstellerin Rachel Brosnahan. Bild: AFP

Die Emmys als beste Serien des Jahres sichern sich Amazon und HBO für „The Marvelous Mrs. Maisel“ und „Game of Thrones“. Trotzdem kann Streaming-Gigant Netflix kräftig punkten.

          Die melancholische 50er-Jahre-Serie „The Marvelous Mrs. Maisel“ ist der große Sieger beim TV-Preis Emmy: Neben dem Preis als beste Comedyserie gewann auch Rachel Brosnahan in der Titelrolle Midge Maisel als beste Schauspielerin in einer Comedyserie den wichtigsten Fernsehpreis der Welt. Weitere Emmys gab es am Montagabend in Los Angeles für die Regie und das Drehbuch von Autorin Amy Sherman-Palladino. Die Serie kam insgesamt auf acht Auszeichnungen; sie läuft auch in Deutschland im Streaming-Angebot von Amazon.

          Die Fantasyserie „Game of Thrones“ wurde zum dritten Mal als bestes Drama ausgezeichnet und kommt sogar insgesamt auf neun Preise, viele davon aber in Nebenkategorien wie Makeup und Spezialeffekte. Der Schauspieler des „Gnoms“ Tyrion Lennister, Peter Dinklage, gewann den Preis als bester Nebendarsteller in einer Dramaserie.

          Bei den Miniserien gab es insgesamt sieben Preise für „The Assassination of Gianni Versace: American Crime Story“ über den Mord an dem italienischen Modezaren vor elf Jahren. Zu den weiteren Preisträgern zählten Drama-Darstellerin Claire Foy als Königin Elizabeth in „The Crown“, „RuPaul’s Drag Race“ als beste Casting-Show und „Last Week Tonight With John Oliver“ als beste Talkreihe. Wie üblich räumte bei den Unterhaltungssendungen „Saturday Night Live“ groß ab und kam auf acht Preise.

          Netflix und HBO gleichauf

          Beim zuvor mit Spannung erwarteten Kampf zwischen Streamingdiensten und regulären Fernsehsendern gab es am Ende einen Gleichstand: Sowohl Netflix als auch der amerikanische Kabelsender HBO kamen auf 23 Emmys. Traditions-Sender NBC kam auf 16 Auszeichnungen.

          Zu den größten Verlierern des Abend zählte das dystopische Drama „The Handmaid’s Tale“, das bei 20 Nominierungen nur auf drei Preise kam. Leer aus gingen „Die Einkreisung“ mit Daniel Brühl bei den Miniserien und der Wolfsburger Regisseur Edward Berger („Deutschland 83“), der „Patrick Melrose“ mit Benedict Cumberbatch in Szene gesetzt hatte.

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