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Vorwurf „toxisches“ Arbeitsklima : Führende Mitarbeiter verlassen „Ellen DeGeneres Show“

Es ist nicht alles Gold, was glänzt: Die Moderatorin Ellen DeGeneres steht seit einigen Jahr unter Feuer. Bild: Reuters

Nach Beschwerden über eine vergiftete Arbeitsatmosphäre hatte sich die Star-Moderatorin bei ihren Mitarbeitern entschuldigt, die Produktionsfirma eine Untersuchung angekündigt. Jetzt verlassen drei führende Mitarbeiter die „Ellen DeGeneres Show“.

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          Eigentlich geht es bei der „Ellen DeGeneres Show” locker, leicht und fröhlich zu: spontane Gags, herzliches Gelächter, Musik und Tanz. Das zumindest findet für Millionen von Fernsehzuschauern vor der Kamera statt. Doch wie die „New York Times“ (NYT) am Montag berichtete, ist die Stimmung hinter den Kulissen am Boden. Demnach habe Warner Bros., das Studio hinter der Show, am Montag bekanntgegeben, das drei führende Mitarbeiter die Show verlassen werden: Der Produktionsleiter Ed Glavin, Jonathan Norman, ebenfalls Produktionsleiter; und Kevin Leman, Kopf der Autoren der Show.

          Axel Weidemann

          Redakteur im Feuilleton.

          Hintergrund des Mitarbeiterschwundes ist eine andauernde Untersuchung der Arbeitsbedingungen durch die Produktionsfirma. Sie war Mitte Juli durch einen Artikel des Nachrichtenportals Buzzfeed aufgenommen worden, der die schlechte Arbeitsatmosphäre hinter der Kamera beschrieb und in dem Mitarbeiter DeGeneres vorwarfen, hinter ihrem “Be Kind“-Mantra (engl.: sei freundlich) verberge sich eine vergiftete “Arbeitskultur“, die von Rassismus, Angst und Einschüchterung geprägt sei. Dabei bekam zwar auch Ed Glavin einen Teil der Kritik zu spüren, doch ein Großteil der Beschwerden zielte auf zwei andere führende Produktionsmitglieder, Mary Connelly und Andy Lassner. Die jedoch, das teilte Warner Bros. am Montag ebenfalls mit, würden ihren Job behalten.

          Der leitende Autor Kevin Leman wiederum sieht sich mit Vorwürfen sexueller Belästigung konfrontiert, die laut Buzzfeed von einigen Mitarbeitern erhoben werden. Der aber wies die Vorwürfe zurück.

          DeGeneres, die seit einiger Zeit unter Feuer steht, weil sie sich angeblich nicht für die Probleme ihrer Mitarbeiter interessiert, informierte ihr Team unterdessen am Montag via Videokonferenz über die personellen Änderungen. Gleichzeitig entschuldigte sich DeGeneres noch einmal, nachdem sie laut New York Times bereits im Juli eine Mitteilung an ihr Team verschickte hatte. Darin schrieb die 62-Jährige: „Am Tag 1 unserer Show habe ich allen in unserer ersten Konferenz gesagt, die Ellen DeGeneres Show würde ein Platz des Frohsinns werden – keiner würde seine Stimme erheben, jeder würde mit Respekt behandelt.“ Offenbar habe sich etwas geändert, heißt es weiter. Sie sei enttäuscht, dass diese Vorgaben nicht Realität seien und entschuldige sich dafür. 

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