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Gruner + Jahr : „Brigitte“ entlässt alle Textredakteure

  • Aktualisiert am

Auf Sparkurs: Gruner + Jahr-Chefin Julia Jäkel Bild: dpa

Gruner + Jahr setzt seinen Sparkurs fort. Die Frauenzeitschrift „Brigitte“ entlässt alle schreibenden Redakteure. Die Texte sollen in Zukunft freie Mitarbeiter schreiben. Die Führungsriege wird gestärkt.

          Vom Stellenabbau beim Zeitschriftenverlag Gruner + Jahr sind auch die Frauenzeitschriften der „Brigitte“ betroffen. In den Print-Redaktionen von „Brigitte“, „Brigitte Woman“ und „Brigitte Mom“ werden keine ausschließlich schreibenden Redakteure mehr beschäftigt werden, teilte Gruner + Jahr am Mittwoch in Hamburg mit. Bisher arbeiteten in der Print-Redaktion 71 Mitarbeiter. Der Verlag („Stern“) will in den kommenden drei Jahren insgesamt rund 400 Arbeitsplätze in Deutschland streichen und in diesem Zeitraum 75 Millionen Euro einsparen. Auslöser sind nach früheren Angaben rückläufige Marktentwicklungen im Printgeschäft.

          Neun schreibenden „Brigitte“-Redakteuren sowie zwei weiteren Mitarbeitern sei betriebsbedingt gekündigt worden, ergänzte eine Sprecherin. Sechs weitere würden in die Ressort- oder Redaktionsleitungen aufsteigen. Sie sollen in einem Kompetenzteam mit weiteren Führungskräften um die Chefredaktion unter anderem Textangebote bei freien Journalisten in Auftrag geben und neben dem Themenmanagement die Vielfalt im Heft gestalten.

          Das Kompetenzteam sei maßgeblich dafür verantwortlich, die Qualität der Magazine zu sichern, hieß es. Die 19 Online-Redakteure, die nur für die digitalen Kanäle produzieren, sind von den Veränderungen nicht betroffen. Für den Deutschen Journalisten-Verband (DJV) steht der Stellenabbau im „krassen Widerspruch“ zum Ziel der Verlagsspitze, das Unternehmen zu einem „Haus der Inhalte“ auszubauen. „Qualifizierte Redaktionsarbeitsplätze“ würden nun vernichtet, teilte der DJV in Berlin mit.

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