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Frauenzeitschrift : „Brigitte“ zeigt wieder professionelle Models

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Vielleicht sind Heidi Klums „Topmodels“ ja bald in der „Brigitte“ zu sehen.
          1 Min.

          Das Experiment hatte Charme und müsste den Leserinnen eigentlich gefallen haben. Doch nun ist es vorbei. Die „Brigitte“ zeigt nicht mehr nur echte Frauen, sondern auch professionelle (Mager-)Models. Im Januar 2010 hatte die Zeitschrift die Initiative „Ohne Models“ ausgerufen und dafür professionelle Kritik, aber auch viel Lob geerntet. Mehr als tausend Frauen habe man „in Mode- und Beauty-Fotoproduktionen in Szene gesetzt, ob Sängerin oder Hausfrau, Polizistin oder Studentin, ob achtzehn oder 68 Jahre alt“, schreiben die „Brigitte“-Chefredakteure Brigitte Huber und Stephan Schäfer in dem vorab veröffentlichten Editorial für die neue Ausgabe. „Wir wollten der Schönheit die Natürlichkeit zurückgeben.“ Nun aber werde man - auch - wieder mit professionellen Models arbeiten. Immer dann, „wenn es für ein Thema oder für ein Titelbild besser passt“. „Size-Zero-Figuren“ aber werde es nicht geben.

          „Brigitte“, Januarausgabe 2010
          „Brigitte“, Januarausgabe 2010 : Bild: dpa

          Viele Leserinnen hätten, so der Chefredakteur, zur „Ohne Models“-Kampagne in letzter Zeit gesagt: „Die Idee ist ja gut, aber manchmal will man einfach nur die Mode sehen.“ Oder: „Wenn die Frau von der Straße auf den Fotos in ,Brigitte‘ so schön aussieht, das macht einem ja Minderwertigkeitskomplexe.“ Nun setze man daher auf eine Mischung mit professionellen und Laien-Models. „Minderwertigkeitskomplexe“ darf man aber vielleicht auch mit Blick auf die Anzeigenkunden der „Brigitte“ vermuten, deren Produkte erst so richtig durch Werbeträgerinnen wirken, die dem von der Reklame wiederum geprägten Schönheitsideal entsprechen, in Wahrheit aber nicht weiter auffallen.

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