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Wechsel bei „hart aber fair“ : Frank Plasberg gibt seine Talkshow auf

  • Aktualisiert am

Frank Plasberg, Moderator der ARD-Talkshow „hart aber fair“ Bild: dpa

Seit 22 Jahren präsentiert Frank Plasberg seine Talkshow „hart aber fair“. Nun hört er auf. Einen jungen Nachfolger hat die ARD schon gefunden.

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          Frank Plasberg gibt seine Talkshow „hart aber fair“, die montagabends im ersten ARD-Programm läuft, ab. Nach fast 22 Jahren, teilte der Westdeutsche Rundfunk am Mittwochnachmittag mit, beende Plasberg seinen Moderationsjob. Seine Nachfolge tritt Louis Klamroth an. Plasberg, so heißt es weiter, verabschiede sich Ende November nach dann insgesamt knapp 750 Sendungen von den Zuschauern. Louis Klamroth werde „hart aber fair“ erstmals im Januar 2023 präsentieren.

          „Wenn man so lange mit einer Sendung gereist ist, will man auch, dass sie sich weiter entwickelt. Und dafür ist jetzt der richtige Zeitpunkt“, sagte Frank Plasberg. „Welch ein Glück für mich, über 20 Jahre lang ,hart aber fair‘ moderieren zu dürfen. Dafür gilt mein großer Dank der ARD und meinem Heimatsender WDR, einem tollen Team und natürlich den vielen Gästen, ohne deren Bereitschaft, in der Sache hart aber fair zu streiten, die Sendung nicht möglich wäre. Und welch ein Glück für die Sendung, dass ein Kollege wie Louis Klamroth im Januar übernimmt. Ich bin jedenfalls montagsabends weiter begeistert dabei – als Zuschauer.“

          Frank Plasberg mit „unverwechselbaren Moderationsstil“

          Louis Klamroth sagte: „,hart aber fair‘ ist eines der etabliertesten Formate im deutschen Fernsehen und ich freue mich sehr, diese Sendung auf diesem prominenten Sendeplatz als Moderator ab nächstem Jahr mitzugestalten und in die Zukunft führen zu dürfen. Ich bin überzeugt, dass ein starker und verantwortungsbewusster öffentlich-rechtlicher Rundfunk gerade in diesen Zeiten unabdingbar ist.“

          Plasbergs „Stil ist seit über 20 Jahren, Fragen an die Politik aus der Alltagsperspektive der Bürgerinnen und Bürger zu stellen. Das war, als ,hart aber fair‘ startete, alles andere als üblich“, ergänzte der WDR-Programmdirektor Jörg Schönenborn. Dafür sei er Plasberg dankbar, „weil seine Sendungen und seine Haltung dadurch zur Glaubwürdigkeit unseres Programms beigetragen haben“. Mit Louis Klamroth gehe „hart aber fair“ in eine neue Zeit. Klamroth sei „ein kluger und sensibler Beobachter unserer Gesellschaft“. „hart aber fair“ werde „sich ändern und doch dem wichtigsten Grundsatz treu bleiben: dass in der Sendung Politik auf Wirklichkeit trifft und sich dabei erklären und bewähren muss.“

          Die ARD-Programmdirektorin Christine Strobl meinte, Plasberg habe „hart aber fair“ mit „seinem Team selbst entwickelt und 22 Jahre lang geprägt. Journalistisches Gespür und Angriffslust, Reaktionsschnelligkeit und Witz kennzeichnen seinen unverwechselbaren Moderationsstil.“ Das Konzept von „hart aber fair“ sei „einzigartig im deutschen Fernsehen. Deshalb wollen man es fortsetzen – mit Louis Klamroth.

          Frank Plasberg erhielt 2003 den Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie ,Beste Information'. 2005 folgten der Adolf-Grimme-Preis und der Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis. Es folgte 2006 der Bayerische Fernsehpreis, 2008 der Bambi. Plasberg hat die Sendung fast 22 Jahre lang moderiert, davon 15 Jahre im Ersten, davor im WDR Fernsehen. Von 1987 an moderierte Frank Plasberg zusammen mit Christine Westermann 15 Jahre lang die „Aktuelle Stunde“ im WDR Fernsehen. Louis Klamroth moderierte die Polit-Talkshow „Klamroths Konter“ bei n-tv, für die er 2018 den Deutschen Fernsehpreis gewann. Aufmerksamkeit erhielt er auch mit der „ProSieben-Bundestagswahl-Show“. Darüber hinaus produzierte Klamroth mit „Für & Wider“ einen Wahl-Talk für das ZDF.„hart aber fair“ ist eine Produktion von „Ansager & Schnipselmann“ (Produzent: Jürgen Schulte) im Auftrag des WDR (Redaktion: Torsten Beermann) für Das Erste.

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