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„Framing-Manual“ der ARD : 120.000 Euro für den Neusprech

Mit dem geeigneten Rahmen sieht alles gut aus – das gilt auch für Framing in der Sprache. Bild: dpa

Die ARD gibt bekannt, was das Schulungspapier, das die Linguistin Elisabeth Wehling für sie erarbeitete, die Beitragszahler gekostet hat. An dessen Inhalt hat in der ARD niemand etwas auszusetzen. Im Gegenteil.

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          Das „Framing-Manual“, das die Linguistin Elisabeth Wehling im Jahr 2017 für die ARD erarbeitet hat, ist aktuell in Gebrauch. Dies teilte die ARD auf Anfrage mit. Die „Arbeitsunterlage“ werde „bei mehreren internen Workshops für Mitarbeitende der ARD eingesetzt“, die mit Elisabeth Wehling stattfänden. Das Generalsekretariat der ARD habe sie mit neun Workshops für „Mitarbeitende“ beauftragt, vier dieser Workshops hätten schon stattgefunden. Nach längerem Zögern rückte die ARD auch damit heraus, was die Ausarbeitung gekostet hat: Die Kosten für das Papier und begleitende Workshops beliefen sich auf 90.000 Euro, die der MDR bezahlt habe. Weitere 30.000 Euro habe das Generalsekretariat der ARD für Folge-Workshops bezahlt. Der Auftrag für das „Framing-Manual“ sei vor etwa zwei Jahren von der damaligen, vom MDR gestellten Geschäftsführung der ARD erteilt worden.

          Michael Hanfeld
          verantwortlicher Redakteur für Feuilleton Online und „Medien“.

          „Die Aufregung um das Papier“, sagte der ARD-Vorsitzende und BR-Intendant Ulrich Wilhelm, halte er „für völlig übertrieben“. Bei der Ausarbeitung handele es sich nicht um eine Kommunikationsstrategie oder eine Handlungsanweisung an die „Mitarbeitenden“. Jede Rundfunkanstalt, so Wilhelm gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, habe frei entschieden, wie sie mit den Erkenntnissen umgehe.

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