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Fragen nicht vernichtet : RTL muss Prominenten-„Wer wird Millionär?“ zweimal aufzeichnen

Die Promis mussten zweimal zu Günther Jauch Bild: dpa

Die Kandidaten für die nächste Prominenten-Ausgabe von „Wer wird Millionär?“ mussten diesmal gleich zweimal in die Aufzeichnung. Der Grund: RTL wollte einem Manipulationsverdacht zuvorkommen.

          Die Kandidaten, die RTL für die nächste Prominenten-Ausgabe von „Wer wird Millionär?“ am kommenden Freitag eingeladen hatte, mussten am Dienstag gleich zum zweiten Mal in die Aufzeichnung. Der Grund: Nach der „streng vertraulichen Fragenkonferenz“ vor der Show seien die Ausdrucke mit den Fragen nicht, wie es sonst üblich sei, „direkt danach vernichtet worden, sondern fälschlicherweise in einem Konferenzraum bei RTL liegengeblieben.“ Der Fehler sei erst nach der ersten Aufzeichnung der Sendung aufgefallen. Um jeden Anschein einer möglichen Manipulation zu vermeiden, entschloss sich der Sender, die Show ein zweites Mal aufzuzeichnen.

          Michael Hanfeld

          verantwortlicher Redakteur für Feuilleton Online und „Medien“.

          Die erste Aufzeichnung war am 19. Mai gelaufen, einen Tag später hatte eine Sekretärin, wie es auf Nachfrage von FAZ.NET hieß, in besagtem Konferenzraum die Fragen gefunden. Daraufhin entschied der Showchef des Senders, Tom Sänger, die Aufzeichnung zu wiederholen, der Moderator Günther Jauch sei damit sofort einverstanden gewesen.

          „Ganz auf Nummer sicher gehen“

          „Allein die theoretische Möglichkeit, dass Fragen nach außen hätten gelangen können, reicht mir aus, um die Prominenten und uns vor Vorwürfen zu schützen. Wir wollen mit dieser Maßnahme ganz auf Nummer sicher gehen, damit erst gar nicht der Eindruck entstehen kann, dass das aktuelle Promi-Special von 'Wer wird Millionär?' nicht korrekt verlaufen sei“, sagte Sänger.

          Zum zweiten Einsatz mussten daraufhin die Comedy-Darstellerin Cindy von Marzahn, Matthias Steiner, Olympiasieger im Gewichtheben, der RTL-Schuldnerberater Peter Zwegat und die Finalisten der Show „Deutschland sucht den Superstar“, Sarah Kreuz und Daniel Schuhmacher. Man habe ihnen zugesichert, die Gewinnsummen in jedem Fall „mindestens auf den Betrag aufzurunden“, den sie auch bei der ersten Aufzeichnung erspielten, teilte RTL mit.

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