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Fokus aufs Digitale : „Bayernkurier“ wird eingestellt

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68 Jahre lang war der „Bayernkurier“ das Parteiorgan der CSU Bild: Picture-Alliance

Nach fast 69 Jahren stellt die CSU ihre Parteizeitschrift, den „Bayernkurier“ ein – jedenfalls in ihrer analogen Form. Mittel und Fachwissen sollen jetzt ins Digitale wandern. Und für mehr Reichweite sorgen.

          Die CSU will ihr traditionsreiches Parteiorgan „Bayernkurier“ noch in diesem Jahr einstellen. Das kündigte Generalsekretär Markus Blume am Montag nach einer Vorstandssitzung in München an. Das CSU-Präsidium solle ausarbeiten, „wie wir unsere analoge Kommunikation, den „Bayernkurier“, in diesem Jahr noch einstellen können und die neuen Möglichkeiten im Digitalen dafür umso stärker nutzen können“, sagte Blume.

          Hintergrund der Entscheidung sei, dass die CSU künftig stärker in die digitale Kommunikation investieren wolle. Entscheidend sei das Bemühen, maximale Reichweiten zu erzielen. In normalen sozialen Netzwerken sei die CSU „nicht schlecht unterwegs“, man wolle aber deutlich besser werden, auch auf Youtube und anderen Kanälen.

          „Die Zeiten sind vorbei“

          „Deswegen sind wir der Meinung, dass es notwendig ist, hier wirklich den Schalter umzulegen“, so Blume am Montag. Zwar sollten analoge Formate weiter dazugehören. „Aber die Zeiten, wo man sich ein sehr gut gemachtes Hochglanzmagazin leisten kann, während man im Digitalen tatsächlich noch weitere Gehhilfen braucht, sind vorbei.“

          Vor vier Jahren hatte der „Bayernkurier“, damals eine Wochenzeitung, noch einen Relaunch bekommen: 65 Jahre nach seiner ersten Ausgabe am 3. Juni 1950 wurde das Blatt neu gestaltet und erschien als Magazin fortan monatlich.

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