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Fernsehwoche 9. bis 15. September : Zwillinge in Trümmern

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Der Tag, an dem der Terror kam Bild: AP

Fünf Jahre nach den Anschlägen in New York und Washington beherrscht der 11. September 2001 das Fernsehen: Eine Lange Nacht im ZDF und eine Collage auf Arte. Ansonsten: Verrat, Leidenschaft, Tod und Verfolgung. Die etwas düstere Fernsehwoche.

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          Auch fünf Jahre nach den Anschlägen in New York und Washington beherrscht der 11. September 2001 das Fernsehen: Eine Lange Nacht auf dem ZDF und eine Collage auf Arte. Drumherum: Verrat, Leidenschaft, Tod und Verfolgung. Die etwas düstre Fernsehwoche.

          Samstag, 9. September

          ARD, Politthriller, 22.40 Uhr: Der stille Amerikaner

          Das ZDF widmet dem 11. September 2001 eine ganze Nacht

          Saigon 1952: Die Vietnamesen befinden sich gerade auf dem Höhepunkt ihres Kampfes für die Unabhängigkeit gegen die französische Kolonial-Besatzung. Der desillusionierte Times-Korrespondent Thomas Fowler (Michael Caine) unterhält eine Liebschaft mit der verführerischen und geheimnisvollen Vietnamesin Phuong, als der Mediziner Alden Pyle (Brendan Fraser) anreist. Der junge Amerikaner schließt Freundschaft mit dem alternden Journalisten. Doch die Freundschaft wird schnell getrübt, denn Pyle hat ein Auge auf Fowlers Geliebte geworfen und macht dieser ganz ungehemmt und vor den Augen Fowlers Avancen. Als Fowler in den Norden des Landes abreisen muß, läßt er seine Freundin nur ungern mit dem Rivalen zurück.

          Sonntag, 10. September

          ZDF, Chronik, 23.50 Uhr: Lange Nacht zum 11. September 2001

          Pünktlich zum Jahrestag der Anschläge bringt das ZDF eine lange Themennacht. Den Anfang macht um 23.50 Uhr Peter Scholl-Latour. In „Zwischen Trauer und Haß“ betrachtet er, wie sich die Fronten zwischen Afghanistan, Irak und Iran verhärtet haben. Um 0.40 Uhr rekonstruiert Michael Atwell in „Tag des Terrors“ noch mal die Anschläge auf die Twin Towers in New York. Mit „Tot oder lebendig“ (3.30 Uhr) beschreibt der Brite Brain Lapping eine Chronik des Anti-Terror-Krieges, der dem 11. September 2001 folgte. Den Abschluß der langen Nacht macht um 3.45 Uhr der ZDF-Korrespondent Eberhard Pilz aus Washington, der ein Bild der heutigen amerikanischen Gesellschaft liefert.

          Montag, 11. September

          Arte, Collage, 22.15 Uhr: 11'09''01 - September 11

          11 x 11 ist die kreative Idee dieser Collage, mit der die Terroranschläge von 2001 künstlerisch aufgearbeitet werden. Elf Regisseure drehten elfminütige Filme zum Thema 11. September. Mira Nair erzählt zum Beispiel von einem Moslem, der irrtümlich für einen Terroristen gehalten wird. Und Sean Penn läßt einen Witwer im Schatten der Trümmer trauern.

          Dienstag, 12. September

          Arte, Beziehungsdrama, 22.45 Uhr: Hab mich lieb

          Die Medizinstudentin Kalli (Franziska Jünger) macht es mit ihrer burschikosen, aggressiven Art den Leuten nicht leicht, sie zu mögen. Einzig zu der überdrehten transsexuellen Christel (Torsten Schwick) verbindet sie eine tiefe Freundschaft, die allerdings auf einer festen Rangordnung basiert: Kalli oben, Christel unten. Da taucht eines Tages der charmante Norman (Lennie Burmeister) auf der Bildfläche auf und wirbelt das bisherige Gefüge kräftig durcheinander.

          Mittwoch, 13. September

          Pro 7, Westerndrama, 20.15 Uhr: The Missing

          1885 im verschneiten New Mexico. Die patente Farmerin Maggie Gilkeson (Cate Blanchett) schlägt sich mehr schlecht als recht durchs Leben. Da steht eines Tages ihr Vater (Tommy Lee Jones) vor der Tür. Ein Weißer, der vor 20 Jahren zu den Apachen gezogen ist. Maggie will von ihm nichts wissen, doch plötzlich benötigt sie seine Hilfe. Ihre Teenager-Tochter Lilly wurde entführt - von dem Schamanen Pesh-Chidin, der sie und andere Mädchen nach Mexiko verkaufen will. Weil die Armee jede Hilfe verweigert, setzen sich Maggie und ihr Papa auf die Fährte der Mädchenhändler.

          Donnerstag, 14. September

          Arte, Drama, 1.15 Uhr: Sein Bruder

          „Sein Bruder“ ist sozusagen reinstes Antitheater, kein Satz zuviel, alles nur Gesten, Blicke, stumme Anteilnahme. Zwei Brüder, Thomas (Bruno Todeschini) und Luc (Eric Caravaca); der Ältere hat eine seltene Krankheit, die ihm den Lebensmut raubt. Sie kann ihn heute töten oder morgen oder nie. Man kann daran sterben, aber man kann auch damit leben - daran jedoch glaubt Thomas nicht. Wenn der Film beginnt, hat die Krankheit schon seit einem halben Jahr die Oberhand gewonnen, die Freundin (Nathalie Boutefeu) hat Thomas bereits aufgegeben, und der jüngere Bruder Luc ist plötzlich der einzige Halt, obwohl die zwei einander stets völlig fremd waren. Davon erzählt Chéreau, von Krankheit und Fremdheit, von langsamer Annäherung und einem langen Abschied.

          Freitag, 15. September

          Arte, Kriminaldrama, 20.40 Uhr: Vor ihren Augen

          Das Leben der 17 Jahre alten Danielle (Joanne Frogatt) bricht zusammen, als ihr Verlobter (Alex Hassel) vor ihren Augen erstochen wird. Als einzige Augenzeugin kann nur sie zur Überführung des Täters beitragen. Sie ahnt nicht in welcher Gefahr sie von nun an schwebt.
          „Vor ihren Augen“ basiert auf einer wahren Begebenheit. Der brutale Mord an Stephen Cameron war 1996 wochenlang in den englischen Medien. Dank Danielle Cables Zeugenaussage wurde der Täter Kenneth Noye im Jahr 2000 zu lebenslänglicher Haft verurteilt. Da die Polizei nach wie vor um ihre Sicherheit fürchtet, lebt Danielle Cable noch heute unter einer neuen Identität weitab von ihrer Familie und steht unter ständigem Polizeischutz.

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