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Fernsehwoche, 30. September bis 6. Oktober : Aliens, bitte Arte einschalten

  • Aktualisiert am

Eine Botschaft an die Bewohner des Sterns Errai: Arte wagt ein Experiment. Außerdem in der Fernsehwoche: Die deutschen Kinoerfolge „Der Wixxer“ und „Schultze Gets the Blues“.

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          Eine Botschaft an die Bewohner des Sterns Errai: Arte wagt ein Experiment. Außerdem in der Fernsehwoche: Die deutschen Kinoerfolge „Der Wixxer“ und „Schultze Gets the Blues“.

          Samstag, 30. September

          Arte, Dokumentarfilm, 20.40 Uhr: Cosmic Connection

          „Eine Raumflaschenpost an mögliche Bewohner ferner Galaxien“ nennt Arte dieses filmische Experiment, das gleichzeitig auf der Erde sowie über eine Parabolantenne des französischen Raumfahrtzentrums CNES in den Weltraum ausgestrahlt wird. Über Fernsehwellen mit Lichtgeschwindigkeit werden die Botschaften von Astrophysikern, Künstlern und ganz normalen Menschen verbreitet. Was etwaige Resonanz aus dem All angeht, ist allerdings Geduld gefordert: Den Stern Errai, auf dem manche Wissenschaftler die Voraussetzungen für Leben herrschen, erreicht das Signal erst in 45 Jahren.

          Sonntag, 1. Oktober

          Pro Sieben, Krimiparodie, 20.15 Uhr: Der Wixxer

          Das deutsche Kino befaßt sich mit seinen obskureren Traditionen. Und es ist kein Zufall, daß es wieder die Comedy ist, die das in die Hand nimmt. Wo Bully Herbig mit dem „Schuh des Manitu“ mit dem Winnetou-Film das andere Lieblingsgenre der Deutschen erfolgreich auf die Schippe genommen hat, da ziehen nun Oliver Kalkofe, Bastian Pastewka, Anke Engelke und Olli Dittrich Edgar Wallace durch den Kakao. Wobei sich „Der Wixxer“ nicht wesentlich übers Fernsehformat erhebt, aber sein Humor auch weniger schlüpfrig ist, als es der Titel befürchten läßt. Der Plot ist, wenn man das so sagen kann, der übliche: Ein Kommissar (Kalkofe) und sein neuer Assistent (Bastewka) ermitteln gegen einen wandlungsfähigen Superverbrecher. Dabei stellen sie sich natürlich dümmer an, als die Polizei erlaubt. Die Ermittlungen am ersten Tatort sind so hanebüchen, als hätten die Monty Pythons die Hand im Spiel. Ein Treffen der Londoner Unterwelt ist in ähnlichem Geiste inszeniert, und es gibt eine wirklich lustige Hitler-Parodie von Christoph Maria Herbst, aber auf die Dauer läuft die Sache dem Regisseur Tobi Baumann aus dem Ruder. Am besten ist die Parodie immer da, wo sie sich an die Originale hält und ihren Spaß mit deren Stilmitteln treibt, wenn also Pastewka den Eddi Arent, Lars Rudolph den Klaus Kinski oder Eva Ebner die Elisabeth Flickenschildt gibt.

          Montag, 2. Oktober

          ZDF, Drama, 0.30 Uhr: Nói Albinói

          Nói ist - als Albino, notorischer Schulschwänzer und mutterloses Kind - gleich mehrfach zum Außenseiter gestempelt, und wenn er in dem kleinen Dorf im äußersten Nordwesten der isländischen Insel, in dem er bei seiner Großmutter lebt, nicht täglich Prügel bezieht, liegt das vor allem an dem monströsen Gleichmut der übrigen Bewohner. Die Lehrer, die Mitschüler, der alkoholsüchtige Vater, die Oma, der Pfarrer, der Buchhändler, die Bankangestellten, sie alle haben etwas Irreales und Verlorenes; es ist, als wäre Nói, der „weirdo“, der schräge Vogel, zugleich der einzig wirkliche Mensch in diesem Nest. Als er Iris kennenlernt, die in der Tankstelle ihres Vaters aushilft, bekommen seine Fluchtphantasien Flügel, er versucht die örtliche Bank zu überfallen, geht zum Wahrsager, stiehlt ein amerikanisches Auto, aber das Mädchen, vom Stadtleben traumatisiert, will nicht mitkommen, der Wagen bleibt im Schnee stecken. Die einzige, die Nói versteht, ist die blinde Mutter Natur, sie macht seine Träume wahr, indem sie einen Albtraum entfesselt, einen kleinen isländischen Weltuntergang. „Nói Albinói“ ist das Kinodebüt des dreißigjährigen Dagur Kári. Die Gesichter - Tómas Lemarquis als Nói, Elin Hánsdottir als Iris - und der Schauplatz der Geschichte haben eine Kraft, die den Film einfach immer weiterzieht, über alle poetischen Gewolltheiten hinweg.

          Dienstag, 3. Oktober

          ZDF, Tragikomödie, 22 Uhr: Schultze Gets the Blues

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