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Fernsehwoche, 30. Dezember bis 5. Januar : Zerrissene Familienbande

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Zoff in der Familie: Leonardo DiCaprio will den Tod seines Vaters rächen, und Ray Liotta kämpft um die Gunst der „Familie“. Außerdem in der Fernsehwoche: Mordende alte Damen, eine Teddy-Schneiderin und einfallsreiche jüdische Dorfbewohner.

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          Zoff in der Familie: Leonardo DiCaprio will den Tod seines Vaters rächen und Ray Liotta kämpft um die Gunst der „Familie“. Außerdem in der Fernsehwoche: Mordende alte Damen, eine Teddy-Schneiderin und einfallsreiche jüdische Dorfbewohner.

          Samstag, 30. Dezember

          3Sat, Porträt, 21.50 Uhr: Richard Serra - Thinking on Your Feet

          Richard Serras Werke aus rostigem Metall und Stahl ecken an. Für 20 Millionen Dollar kreierte der 67 Jahre alte Künstler für das Guggenheim Museum Bilbao die Skulpturengruppe „The Matter of Time“ aus begehbaren Spiralen, Kurven und Ellipsen. Der Film dokumentiert die Entstehung des gigantischen Werkes von der Idee über die Herstellung in Deutschland.

          Sonntag, 31. Dezember

          ARD, Komödie, 02.45 Uhr: Arsen und Spitzenhäubchen

          Wie jedes Jahr an Silvester zeigt die ARD um 20.15 Uhr den „Silvesterstadl“, das ZDF ebenfalls um 20.15 Uhr den ewig gut gelaunten André Rieu und seine Champagnermelodien, Sat1 und ProSieben präsentieren Comedyshows und 3Sat spielt den ganzen Tag über Musikvideos. Nachtschwärmer, die noch nicht zu müde vom Feiern sind, können sich den Klassiker „Arsen und Spitzenhäubchen“ mit Cary Grant in der Hauptrolle ansehen. In dem Film von Regisseur Frank Capra spielt Grant den netten Mortimer, der am Tag seiner Hochzeit seine liebenswerten alten Tanten besucht. Die reizenden Damen haben jedoch jede Menge Leichen im Keller. Als Mortimer ihr tödliches Geheimnis entdeckt, ist er schockiert und versucht dennoch, sie vor der Polizei zu schützen. „Arsen und Spitzenhäubchen“ besticht durch seinen großartigen schwarzen Humor und seinen glänzend aufgelegten Hauptdarsteller.

          Montag, 1. Januar

          ARD, Reportagenreihe, 21.45 Uhr: Die Rockies (3) - Sommer am Colorado

          In dem letzten Teil der Reihe reist Gerd Ruge durch den Gebirgsstaat Colorado. In der Landschaft am Fuß der Rocky Mountains wehte einst der Traum von Freiheit und Abenteuer. Aber der wilde Westen ist gezähmt. In Colorado treffen alteingesessene Rancher auf wohlhabene Hippies und zugezogene Großstadtkinder. Ruge stellt die traditionsreiche Landschaft im Umbruch vor und spricht mit Bohrexperten der Gas-Industrie - den Goldgräbern der Zukunft.

          Dienstag, 2. Januar

          ZDF, Gangsterepos, 00.05: Goodfellas - Drei Jahrzehnte in der Mafia

          „Mich interessieren Fragen nach Schuld, Selbstzerstörung und die schmale Grenze zwischen Gut und Böse“, sagt Regisseur Martin Scorsese. Gut verpackt hat er das in seinem Film „Goodfellas“, der Film auf der wahren Geschichte des Mafiamitglieds Henry Hill (Ray Liotta) beruht. Schon als kleiner Junge giebt Henry als Berufswunsch Gangster an, bereits als elf Jahre alter Junge übernimmt er Botendienste für die „Familie“ (unter anderem Robert DeNiro, Joe Pesci). Sein Aufstieg ist zwar langsam, aber stetig - bis er sich entscheidet, ins Kokaingeschäft einzusteigen.

          Mittwoch, 3. Januar

          ARD, Biographie, 20.15 Uhr: Margarete Steiff

          Steiff-Teddys sind weltberühmt. Xaver Schwarzenbergers Porträt zeigt den Werdegang der der Bärenmutter Margarete Steiff. Die gelernte Schneiderin (Heike Makatsch) wird 1847 auf der schwäbischen Alb in einfachsten Verhältnissen geboren. Sie ist von Kindheit an gelähmt und schafft es dennoch, sich in der rauhen Männerwelt zu behaupten. Heike Makatsch erntete für ihre Darstellung der Spielzeugfabrikantin viel Lob - sie erhielt einen Bambi und wurde für den amerikanischen Fernsehpreis Emmy nominiert.

          Donnerstag, 4. Januar

          3sat, Tragikomödie, 22.25 Uhr: Zug des Lebens

          Die Holocaust-Groteske des jüdischen Regisseurs Radu Mihaileanu beschreibt die Versuche osteuropäischer Juden, den Nazis zu entfliehen. Shlomo, der Dorfnarr eines nicht näher bezeichneten europäischen Shtetls im Jahr 1941, hat mit ansehen müssen, wie die deutschen Truppen den Nachbarort dem Erdboden gleichmachten und marodierend weiterzogen.

          Tod und Vernichtung rücken stündlich näher. Dem Dorfrat erzählt der entsetzte Shlomo seinen Plan: Die Bewohner seines Dorfes sollten sich einfach selbst deportieren, einen Zug zusammenstellen und versuchen, über Rußland ins Gelobte Land zu gelangen. Gesagt, getan: Die Männer reparieren eine alte Lok, die Frauen nähen Nazi-Uniformen, und Mordechai (Rufus) bereitet sich schon mal auf die Rolle des befehlshabenen Offiziers vor.

          Freitag, 5. Januar

          Pro7, Gangsterepos, 20.15 Uhr: Gangs of New York

          Martin Scorsese zum Zweiten: Amsterdam (Leonardo DiCaprio) muß 16 Jahre warten, um den Tod seines Vaters zu rächen. Bill „the Butcher“ (Daniel Day Lewis), dessen Mörder, nimmt ihn wie ein väterlicher Freund in der Bande der Einheimischen auf. Martin Scorseses Gangstersaga erzählt in 168 Minuten eine Gegengeschichte zur offiziellen amerikanischen Historiographie. Das blutige und bildgewaltige Sittengemälde wurde für zehn Oscars nominiert, ging jedoch leer aus. Scorsese wollte „Gangs of New York“ eigentlich schon 1977 verfilmen - Mit der britischen Punkband „The Clash“ als Soundtrack-Lieferant und zugleich als eine der Gangs der rivalisierenden Einwanderungsgruppen. Gut, daß er 25 Jahre gewartet hat.

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