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Fernsehwoche 2. bis 8. September : Scheidung im Dreivierteltakt

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Diese Woche ist George Clooney gleich zweimal im Fernsehen zu sehen: als Fischer und als Scheidungsanwalt. In Hamburg glühen die Drähte einer Sexhotline heiß, Neve Campbell tanzt sich die Füße wund und Patrick Süskind wird in seiner Ruhe gestört.

          Diese Woche ist George Clooney gleich zweimal im Fernsehen zu sehen: als Fischer in Seenot und gelackter Scheidungsanwalt. In Hamburg glühen die Drähte einer Sexhotline heiß, Neve Campbell tanzt sich die Füße wund und Patrick Süskind wird in seiner Ruhe gestört.

          Samstag, 2. September

          RTL, Katastrophendrama, 20.15 Uhr: Der Sturm

          Kapitän Tyne (George Clooney) fährt trotz Wetterwarnung mit seinem Fischkutter raus auf die hohe See. Neben anderen Matrosen mit an Bord: der frisch verliebte Bobby (Mark Wahlberg) und der Einzelgänger Murph (John C. Reilly). Auf dem Rückweg brauen sich drei Wetterfronten, jede von der Stärke eines Hurrikans zusammen und vereinigen sich zu einem „perfekten Sturm“, dem Clooney und seine Mannen entkommen müssen.

          Den perfekten Sturm gab es übrigens wirklich. Er suchte im Jahre 1991 die Küste Neuenglands heim. Wolfgang Petersen schuf also seine faszinierende Hochseegeschichte nicht selbst, sondern adaptierte sie vom gleichnamigen Roman „Der Sturm“, welcher über die Katastrophe berichtet.

          Sonntag, 3. September

          RTL, Komödie, 20.15 Uhr: Ein (un)möglicher Härtefall

          Das erste, was man von Miles Massey (George Clooney) sieht, sind seine Zähne. Ein perfektes Gebiß, perfekt gepflegt, das perfekte Sätze ausspuckt. Miles Massey, der, im Auto sitzend, seinen Tagesplan diktiert, weiß, was er sich wert ist. Miles Massey ist Scheidungsanwalt, und er hat noch nie einen Fall verloren. Das erste, was man von Marilyn Rexroth (Catherine Zeta-Jones) sieht, sind ihre Lippen. Tadellos geformte Lippen, ein Kußmund aus dem Bilderbuch. Aber Marilyn hat es nicht mehr nötig, ihren ältlichen Gatten zu küssen, denn ihr Privatdetektiv hat Rex Rexroth mit einer üppigen Blondine in einem Motel in Malibu überrascht und die Szene gleich auf Video festgehalten.

          Ein lupenreiner Scheidungsgrund: der Härtefall. Nur dumm, daß Rex sich Massey als Scheidungsanwalt nimmt und Marilyn nicht die erträumten Millionen scheffeln kann. Die Ex-Millionärin schwört dem schönen Juristen Rache - und geht auf Scheidungsfischzug. Und dabei macht sie selbst vor Massey nicht halt.

          Montag, 4. September

          ZDF, Komödie, 20.15 Uhr: Süperseks

          „Süperseks“ zeigt ein Hamburg, wie es klingt und kracht: Der 23jährige Elviz (Denis Moschitto) engagiert ein paar talentierte Türkinnen fürs Telefon-Stöhngeschäft, und bald ist im Schanzenviertel der Teufel los. Torsten Wackers „Süperseks“ ist ein Lach-Anschlag auf die vereinigten jugendlichen Döner- und Popcornfraktionen deutscher Großstädte - und bedient nebenbei, in der freundlichen Veralberung der auch sexuell verklemmten türkischen Familienstrukturen und sogar des Islam, den Modernitätshunger der dritten Einwanderergeneration.

          Dienstag, 5. September

          ZDF, Tanzdrama, 1.00 Uhr: The Company - Das Ensemble

          In gewisser Weise ist „The Company“ der prototypische Robert-Altman-Film. Es geht um den Alltag einer Tanztruppe, des Joffrey-Balletts in Chicago, um Premieren, die vorbereitet, Choreographien, die einstudiert, individuelle Ansprüche, die befriedigt oder verweigert, und Erfahrungen, die miteinander geteilt werden. Es geht um jene Kunst des Gruppenbilds, die niemand besser beherrscht als Robert Altman, um ein Metier, das er seit vierzig Jahren im Kino perfektioniert. Der Chef des Joffrey Balletts heißt Alberto Antonelli, und so, wie Malcolm McDowell ihn spielt, mit Schal und Charme und gezielt eingesetzten cäsarischen Anwandlungen, ist er auch ein Porträt des Regisseurs, eine Hymne auf Altmans Talent, dem Unübersichtlichen eine Form, dem Geformten eine Richtung zu geben.

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