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Fernsehwoche, 16. bis 22. Dezember : Gesucht: Französische Fregatte und Reiter ohne Kopf

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Ein Kapitän will ein Schiff in die Falle locken und ein Polizist sucht in einem verschlafenen Nest nach einem kopflosen Reiter. Außerdem in der Fernsehwoche: ein kuscheliges Monster, faszinierende Unterwasserwelten und weinende Kamele.

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          Verfolgungsjagd: Ein Kapitän will ein Schiff in die Falle locken und ein Polizist sucht in einem verschlafenen Nest nach einem kopflosen Reiter. Außerdem in der Fernsehwoche: ein kuscheliges Monster, faszinierende Unterwasserwelten und weinende Kamele.

          Samstag, 16. Dezember

          BR, Dokumentarfilm, 20.15 Uhr: Die Geschichte vom weinenden Kamel

          Szene des Films „Die Geschichte vom weinenden Kamel”
          Szene des Films „Die Geschichte vom weinenden Kamel” : Bild: picture-alliance/ dpa

          Die Geschichte vom weinenden Kamel ist eine alte Sage aus den Weiten der mongolischen Steppe. Verstößt dort eine Kamelmutter ihr Junggeborenes, was den sicheren Tod für den Nachwuchs bedeutet, spielen die Hirten der Kamelmutter traurige, auf hölzernen Flöten geblasene Weisen vor, um ihr Herz zu erweichen.

          Sieben Wochen begleiteten die Filmer Byambasuren Davaa und Luigi Falorni die Nomadenfamilie Amgaa auf ihren Wanderungen durch mongolische Ebenen und wohnten zahlreichen Kamelgeburten bei. Entstanden ist eine ebenso persönliche wie bildgewaltige Dokumentation.

          Sonntag, 17. Dezember

          RTL, Abenteuer, 20.15 Uhr: Master und Commander

          England liegt 1805 im Krieg mit Napoleon. Der britische Marinekapitän „Lucky“ Jack Aubrey (Russell Crowe) bereist mit seinem Dreimaster „Surprise“ im Auftrag der britischen Krone die Weltmeere. Sein einziger Freund ist der Schiffsarzt Dr. Maturin (Paul Bettany), der ihm zur Seite steht, wenn es gilt, die Besatzung bei der Stange zu halten oder Angriffe französischer Kriegsschiffe abzuwehren. Bei einem Angriff wird ihr Schiff schwer beschädigt. Er verfolgt dennoch die Fregatte des Feindes und versucht ihn an den entlegenen Küsten der Galapagos-Inseln in die Falle zu locken.

          Peter Weir inszenierte „Master und Commander“ auf der Basis mehrerer Patrick-O'Brian-Romane. Das Darstellergespann Russell Crowe und Paul Bettany überzeugt und brillierte bereits in dem mit mehreren Oscars prämierten Film „A Beautiful Mind“. Master und Commander ist der erste Spielfilm, der teilweise auf den Galapagos-Inseln gedreht werden durfte. Der Lohn der Mühen waren gleich zehn Oscar-Nominierungen.

          Pro Sieben, Gruselmärchen, 22.20 Uhr: Sleepy Hollow

          Ichabod Cranes (Johnny Depp) Rätsel sind die kopflosen Leichen von Sleepy Hollow, einem schlaflosen Nest in der Nähe New Yorks. In wenigen Tagen hat dort mancher Bürger sein Haupt an einen nächtlichen Reiter verloren, dessen Körper ebenfalls kurz über der Halskrause endet; schwertschwingend schafft er nun Menschen nach seinem Vorbild.

          Das Dorf will dem Spuk ein Ende bereiten und sucht Hilfe bei der großstädtischen Polizei: ein Fall für Crane, den blasiert wirkenden Aufklärer mit der zittrigen Hand. Bei seinen Ermittlungen hilft ihm auch die mysteriöse und schöne Katrina (Christina Ricci), die Crane so manch schlaflose Nächte bereitet. Tim Burtons „Sleepy Hollow“ ist ein Kuriositätenkabinett, in dem Formalinpräparate das Laufen lernen. Mit einer perfektionistischen Lust am Detail setzt Burton das halbschneiderische Treiben des Reiters (Christopher Walken) in Szene, erstickt das Lachen im Grauen und reanimiert es anschließend durch Übertreibung.

          Montag, 18. Dezember

          Vox, Dokumentation, 22.55 Uhr: Spurensuche

          Fiktion oder Wirklichkeit? TV-Kriminalistinnen sorgen derzeit für Furore im deutschen Fernsehen. Ob „Crossing Jordan“, „Dr. G“, „Bones“ oder die Ermittlerinnen der „C.S.I.“- Serien - die Liste ist lang und das Strickmuster oft dasselbe: Starke Frauen behalten die Nerven und klären blutige Verbrechen auf. Auch im kriminalistischen Alltag gibt es Frauen, die mysteriöse Todesfälle untersuchen und am Tatort Spuren sichten. Ihre Fälle sind nicht so spektakulär, ihr Erfolg hängt von der Exaktheit der Beobachtungen ab. Die Dokumentation begleitet die Spurensicherung zu einem gemeldeten Einbruch in einer Wohnung und schaut Kriminalistinnen dabei über die Schulter.

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