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Fernsehwoche, 11. bis 17. November : Ich darf nicht zum Bewußtsein kommen

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Kirsten Dunst verliebt sich in einen Musterschüler, Nicole Kidman gesteht erotische Phantasien, und Skandinavier feiern die sexuelle Befreiung. Außerdem in der Fernsehwoche: ein gefeierter Diktator und ein orientierungsloser Nazi.

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          Liebesreigen: Kirsten Dunst verliebt sich in einen Musterschüler, Nicole Kidman gesteht Tom Cruise erotische Phantasien, und Skandinavier feiern die sexuelle Befreiung. Außerdem in der Fernsehwoche: ein gefeierter Diktator und ein orientierungsloser Nazi.

          Samstag, 11. November

          Vox, Romanze, 20.15 Uhr: Verrückt/Schön

          Wes' Herz schlägt, ach, in meiner Brust? Sean Penn in „21 Gramm”

          Carlos (Jay Hernandez) träumt von einer Karriere als Pilot. Um sein Ziel zu erreichen, fährt er täglich zwei Stunden lang mit dem Bus zur Schule. Dort ist er sehr erfolgreich und scheint seinem Traum ein Stück näher zu kommen. Doch dann verliebt er sich in Nicole (Kirsten Dunst), deren Leben sich um Drogen, Sex und Alkohol dreht.

          Die reiche Tochter eines Kongreßabgeordneten bringt sein Leben gehörig durcheinander. Der Film von Regisseur John Stockwell besticht durch eine überzeugend spielende Kirsten Dunst und eine anrührende Inszenierung.

          Sonntag, 12. November

          ARD, Drama, 23.30 Uhr: 21 Gramm

          Ein Autounfall mit Folgen: Der ehemalige Häftling Jack (Benicio Del Toro) begeht Fahrerflucht, gesteht die Tat später aber doch. Die drogenabhängige Christina (Naomi Watts), die Mann und Tochter bei dem Unfall verliert, schmiedet Rachepläne.

          Und der todkranke Paul (Sean Penn), dem das Herz eines der Unfallopfers eingepflanzt wird, forscht nach dem Schicksal des Organspenders und wird seiner Frau (Charlotte Gainsbourg) darüber fremd. Alejandro González Iñárritu montiert die Geschichten seiner Figuren ohne Rücksicht auf Chronologie und abseits der Erzählkonventionen.

          Montag, 13. November

          ZDF, Erotikdrama, 22.15 Uhr: Eyes Wide Shut

          Angeblich hat Regisseur Stanley Kubrick seinen Film „Eyes Wide Shut“ als „piece of shit“ bezeichnet und den Stars Nicole Kidman und Tom Cruise vorgeworfen, den Film ruiniert zu haben. Ob diese Aussage stimmt oder nicht, läßt sich nicht mehr überprüfen - Kubrick starb nach Ende der Dreharbeiten an einem Herzinfarkt. Die Galeristin Alice (Nicole Kidman) gesteht ihrem Mann nach ein paar Zügen am Joint eine außereheliche erotische Phantasie. Der Arzt William (Tom Cruise) ist tief gekränkt und stürzt sich in die Abgründe New Yorks. Stanley Kubrick hat in „Eyes Wide Shut“ einfach anmutende Mittel gefunden, der „Traumnovelle“ von Arthur Schnitzler nahe zu kommen.

          Dienstag, 14. November

          ZDF, Dokumentation, 20.15 Uhr: Die großen Diktatoren - Mao

          Die Dokumentation zeigt, wie Mao Tse-tung (1893-1976) an die Macht gelangte und mit welchen Mitteln er sie ausbaute und sicherte. Mao schaffte es, die Massen zu mobilisieren und verführte sie zur Gewalt. Mit öffentlichen Folterungen und mit Hilfe der „roten Garde“ wurde Jagd auf angebliche „Klassenfeinde“ gemacht. Der Mitbegründer der Volksrepublik China ist nach neuesten Schätzungen für den Tod von rund 70 Millionen Menschen verantwortlich.

          Mittwoch, 15. November

          ARD, Politdrama, 00.20 Uhr: Führer Ex

          DDR, 1987: Der sensible Heiko (Christian Blümel) wird im Gefängnis verprügelt und vergewaltigt. Er wurde wegen Republikflucht verurteilt. Man hat ihn und seinen rechtsradikalen Freund Tommy (Aaron Tristan Hildebrand) erwischt, als sie flüchten wollten. Als die Mauer fällt und die ehemaligen Freunde aufeinandertreffen, ist es Heiko, der faschistische Parolen brüllt. Regisseur Winfried Bonengel drehte den Film nach Motiven aus dem Leben des ehemaligen Neonazis Ingo Hasselbach mit überzeugenden Darstellern.

          Donnerstag, 16. November

          MDR, Drama, 23.05 Uhr: Das Erbe

          Restaurantbesitzer Christoffer (Ulrich Thomsen) übernimmt nach dem Tod des Vaters das hochverschuldete Stahlwerk der Familie. Mit der neuen Aufgabe ist Christoffer überfordert, und seine Ehe gerät ins Wanken. Der Regisseur Per Fly erhielt für diese düstere Geschichte den Drehbuchpreis beim Festival von San Sebastián. Das preisgekrönte Drama ist Teil einer Trilogie über soziale Schichten in Dänemark.

          Freitag, 17. November

          Arte, Dokumentation, 23.40 Uhr: Themenabend „Die Skandinavier und die sexuelle Befreiung“

          Schweden und Dänemark sind so etwas wie das Synonym für sexuelle Freiheit geworden. Wie kam es, daß gerade von hier aus, wo reformierte Staatskirchen Lustfeindlichkeit predigten und das Wetter selten Anlaß zu leichter Bekleidung gab, Nacktheit, Geschlechtlichkeit und Lust ihren Siegeszug rund um die Welt antraten? In einem fantasievoll gestalteten historischen Abriß und in einem Porträt des einflußreichsten Pornoproduzenten jener Jahre, als von Skandinavien aus die Welt mit einschlägigen Heften und Filmen versorgt wurde, begibt sich die Dokumentation auf die Spur dieses Phänomens.

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