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Michael Born gestorben : Fernsehfälscher

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Michael Born im September 1996 bei seinem Prozess im Koblenzer Landgericht Bild: Picture-Alliance

Mit Freunden und Bekannten hatte er in den neunziger Jahren Szenen gedreht und als Reportagen an Fernsehmagazine verkauft: Michael Born, als „Fernsehfälscher“ bekannt geworden, ist Anfang der Woche gestorben.

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          Michael Born produzierte „Fake News“, bevor alle Welt den Begriff im Munde führte. Er wurde als „Fernsehfälscher“ berühmt. In den neunziger Jahren erstellte er Beiträge für Magazine wie „Stern TV“, „Spiegel TV“ oder „ZAK“, die sich als Fälschungen erwiesen. Er sorgte für vermeintliche spektakuläre Enthüllungen, etwa über den (nicht existenten) Ku-Klux-Clan in der Eifel.

          Für seine Filme engagierte Born Freunde und Bekannte als Rollenspieler. Nachdem die Sache aufflog, wurde Born vom Landgericht Koblenz 1996 wegen Betrugs, Verstößen gegen das Waffengesetz, der Tierquälerei und der Vortäuschung von Straftaten und Tierquälerei zu vier Jahren Haft verurteilt. Der Prozess zu seinen Schweikijaden warf ein Schlaglicht auf die Leichtgläubigkeit im Fernsehjournalismus.

          Am 4. März ist Michael Born, wie der mit ihm befreundete Regisseur und Filmemacher Roland Berger mitteilte, im Alter von sechzig Jahren in Graz nach kurzer Krankheit gestorben. Das sei „keine Fake-News“, versicherte Berger.

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