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Fernsehen : Grimme-Preis 2007 fürs „Sommermärchen“

  • Aktualisiert am

Preisgekrönt: „Türkisch für Anfänger” Bild: ARD/Thorsten Jander

Trostpflaster für den verpassten WM-Titel: Sönke Wortmanns „Sommermärchen“ erhält den begehrtesten deutschen Fernsehpreis. Weitere Preisträger: Jürgen von der Lippes Show „Extreme Activity“ und die Serie „Türkisch für Anfänger“.

          Sönke Wortmanns Fußball-WM-Dokumentation „Deutschland. Ein Sommermärchen“ wird mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet. Der Regisseur habe das Medienereignis des vergangenen Jahres gekrönt, erklärte die Jury am Mittwoch bei der Bekanntgabe der Preisträger in Düsseldorf (siehe: FAZ.NET-Spezial: Wortmanns WM-Film).

          Die Preise in der neuen Kategorie Unterhaltung gehen an Jürgen von der Lippes ProSieben-Show „Extreme Activity“ sowie die ARD-Serie „Türkisch für Anfänger“ (siehe: TV-Vorschau: „Türkisch für Anfänger“). Die Verleihung der Grimme-Preise findet am 30. März in Marl statt. Ein Preisträger stand schon vor der Bekanntgabe fest: Der Komiker Hape Kerkeling erhält die zusätzlich zu den regulären Preisen vergebene „Besondere Ehrung“ des Deutschen Volkshochschul-Verbandes. Zudem war er mit seiner Rolle als Horst Schlämmer zwei Mal in der Kategorie „Unterhaltung“ nominiert, ging dort aber leer aus.

          Zu den Preisträgern gehören in der Kategorie Fiktion unter anderem „Meine verrückte türkische Hochzeit“ (ProSieben) und „Polizeiruf 110: Er sollte tot“ (ARD/RB), in der Kategorie Information und Kultur unter anderem „Deutsche Lebensläufe: Fritz Lang“ (ARD/SWR) sowie „Stellmichein!“ (ZDF/Arte) (siehe: Fünf Menschen suchen im Land von Hartz IV einen Job: „Stellmichein!“). Insgesamt wird die Auszeichnung in diesem Jahr zwölf Mal vergeben.

          „Extreme Activity” mit Jürgen von der Lippe

          DIE GRIMME-PREISTRÄGER IM ÜBERBLICK

          Bei der 43. Verleihung der Adolf-Grimme-Preise werden folgende Filme und Fernsehschaffende ausgezeichnet:

          Wettbewerb „Fiktion“

          Daniel Speck (Buch), Stefan Holtz (Regie), Florian David Fitz, Mandala Tayde (stellv. für das Darstellerteam) für „Meine verrückte türkische Hochzeit“ (ProSieben)

          Max Eipp (Buch), Züli Aladag (Regie), Wolf-Dietrich Brücker (Redaktion), Oktay Özdemir und August Zirner (stellv. für das Darstellerteam) für „Wut“ (ARD/WDR)

          Aelrun Goette (Regie), Jens Harant (Kamera), Bibiana Beglau (Darstellung) für „Unter dem Eis“ (ARD/SWR/rbb)

          Isabel Kleefeld (Buch/Regie), Caroline Peters, Jörg Schüttauf und Matthias Brandt (Darstellung) für „Arnies Welt“ (ARD/WDR)

          Rolf Basedow (Buch), Dominik Graf (Regie), Edgar Selge und Rosalie Thomass (Darstellung) für „Polizeiruf 110: Er sollte tot“ (ARD/BR)

          Wettbewerb „Unterhaltung“

          Bora Dagtekin (Headwriter), Edzard Onneken und Oliver Schmitz (Regie), Josefine Preuß (stellv. für das Darstellerteam) für „Türkisch für Anfänger“ (ARD/BR/NDR) (Siehe: TV-Vorschau: „Türkisch für Anfänger“ und Porträt: Fernsehautor Bora Dagtekin)

          Ool Osenbrügge (Formatentwicklung), Kurt Pongratz und Catharina Niens-Klees (Regie), Jürgen von der Lippe (Präsentation) für „Extreme Activity“ (ProSieben)

          Wettbewerb „Information und Kultur“

          Artem Demenok (Buch/Regie), Andreas Christoph Schmidt (Produktion) für „Deutsche Lebensläufe: Fritz Lang“ (ARD/SWR)

          Katrin Rothe (Buch/Regie) für „Stellmichein!“ (ZDF/Arte) (Siehe: Fünf Menschen suchen im Land von Hartz IV einen Job: „Stellmichein!“)

          Johann Feindt und Tamara Trampe (Buch/Regie) für „Weiße Raben ­ Albtraum Tschetschenien“ (ZDF/Arte)

          Sönke Wortmann (Buch/Regie/Kamera) für „Deutschland. Ein Sommermärchen“ (ARD/WDR) (Siehe:
          FAZ.NET-Spezial: Wortmanns WM-Film)

          Ralph Hötte, Kim Otto und Markus Schmidt (stellv. für das Autorenteam) für die Aufdeckung des Skandals „Bezahlter Lobbyismus in Bundesministerien“ in „Monitor“-Beiträgen (19.10. und 21.12.2006) (ARD/WDR)

          „Besondere Ehrung“

          Die Besondere Ehrung des Deutschen Volkshochschul-Verbandes für Verdienste um die Entwicklung des Fernsehens wird vergeben an Hape Kerkeling

          Sonderpreis „Kultur“ des Landes NRW

          Ben Lewis (Buch/Regie) für „Art Safari“ (ZDF/Arte)

          Publikumspreis der „Marler Gruppe“

          Jo Baier (Buch/Regie), Nadja Uhl und Aaron Altaras (Hauptdarsteller) für „Nicht alle waren Mörder“ (ARD/SWR/BR/rbb) (Siehe: Wie Michael Degen den Nazis entkam: „Nicht alle waren Mörder“

          Mercedes-Benz-Förderstipendium:

          Thomas Durchschlag (Buch/Regie) für „Allein“ (ARD/WDR) (Siehe: Im Kino: „Allein“)

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