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Wie macht man Kinderprogramm? : Fernsehen für Anfänger

  • -Aktualisiert am

Kommt viel rum, ist nicht nur bei Kindern beliebt und als Kulturerbe eingepreist: Das Sandmännchen Bild: rbb

Was wir in fünfzig Jahren nach dem Start der „Sendung mit der Maus“ gelernt haben: Rückblenden und Perspektiven des Kinderprogramms. Ein Gastbeitrag des Erfinders.

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          Alle Kinder tragen im Fernsehen einen gemeinsamen Nachnamen. Sie sind gelistet als Familie „Quote“. Autoren, Regisseure und Redakteure, vorrangig Medienstatistiker, finden so ihre Begründungen für Etats, Formate und Sendeplätze. Die Werbebranche zählt hinter dem Komma. Klassische Medien stehen im Wettbewerb zu neuen Anbietern. Streaming ist eine eigene Marke. Die Aufmerksamkeit der Redaktionen gehört den Vornamen. Es geht um Bernd und Jutta, Luisa und Kaspar, Emma und Lina, Ben, Noah und Paul und Lukas, Asifa, Kalil und Yunus: Kinder als Personen mit Freuden und Ängsten, Erwartungen und Enttäuschungen. Es sind Söhne und Töchter, Geschwister, Schulkinder, Spielkinder, Medienkinder, Phantasten und Realisten, Angst- und Muthasen. Sie warten auf Erzählungen.

          An Serien, Comic und Realfiction, auch an Imitationen der Erwachsenenmodelle mit Quiz und Contest für Stars vor dem Stimmbruch herrscht kein Mangel. Randzonen eines Kinderfernsehens, in denen Modernität und Erfolg vermutet werden, sind zu erkunden. Die Planung folgt meist dem Einkaufsziel: vom Besten das Billigste, Terminkauf. Allerdings reicht das nicht aus, will eine Redaktion darlegen, was sie von sich selbst und Kindern denkt – und was sie leistet. Die Longseller Maus und Sandmännchen sind als Kulturerbe eingepreist. ZDF-Tivi steht da nicht nach. Der Kinderkanal, kurz Kika, mit dem Fellträger Ki-Ka-Kaninchen, setzt mit Alliteration auf eher traditionelle Aufmerksamkeit.

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