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Der Fall Metzelder : Warum die Kritiker der „Bild“-Zeitung falsch liegen

Christoph Metzelder: Opfer oder Täter? Bild: dpa

Nachdem die „Bild“-Zeitung den Fall Metzelder an die Öffentlichkeit gebracht hat, überbieten sich die Kritiker der Boulevardzeitung in Superlativen. Zu Ende gedacht ist ihre Kritik aber nicht.

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          Im Februar war Arafat Abou-Chaker auf der Titelseite des „Spiegel“ zu sehen. „Die Macht der Clans“ stand darüber. Anlass der Titelgeschichte waren auch Vorwürfe, wegen deren Abou-Chaker im Januar verhaftet worden war: Er sollte die Entführung der Kinder seines früheren Geschäftspartners Bushido geplant haben. Ein Ermittlungsrichter hatte aber keine Haftgründe gesehen und den Haftbefehl aufgehoben, Abou-Chaker war Ende Januar freigelassen worden. Die Vorwürfe sind bis heute unbewiesen, Abou-Chaker lebt als freier Mann in Berlin. Hätte man darüber also nicht so prominent berichten dürfen?

          Sebastian Eder
          Redakteur im Ressort Gesellschaft bei FAZ.NET.

          Das könnte man denken, wenn man die Aufregung über die Berichterstattung der „Bild“-Zeitung zum Fall Christoph Metzelder verfolgt. Zur Erinnerung: Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat gegen den ehemaligen Fußball-Nationalspieler ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Verbreitung kinderpornographischer Inhalte eingeleitet. Bei einer Hausdurchsuchung sichergestelltes Material wird von den Ermittlern gerade ausgewertet. Zuerst hatte die „Bild“ darüber berichtet.

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