Landesmedienanstalten prüfen : Warum Ken Jebsen ein Mahnschreiben bekommt
Von Anja Zimmer
Lesezeit: 5 Min.
Man stelle sich einmal vor, Rezo wäre nicht Rezo, sondern der ehemalige „Spiegel“-Reporter Claas Relotius. Der größte Fake der jüngeren Geschichte aus der Feder eines Journalisten hätte über seinen Kanal ein Millionenpublikum erreicht, sich im Netz explosiv weiterverbreitet. Was würde passieren? Wenig. Weil die bei den traditionellen Medien jahrzehntelang gewachsenen Strukturen aus Sorgfaltspflichten, Selbstregulierung und Regulierung im Netz fehlen. Eine so schwere Verletzung etlicher journalistischer Sorgfaltspflichten – hier sogar vorsätzlich – von jemandem, der den Anschein von Seriosität erwecken möchte, ist selbstverständlich auch im digitalen Raum nicht hinzunehmen.
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