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Fälschungsskandal : Fall Relotius wird verfilmt

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Der „Spiegel“ ist immer noch mit der Aufarbeitung seines hausinternen Fälschungsskandals beschäftigt. Bild: EPA

Die Fälschungen des preisgekrönten „Spiegel“-Reporters Claas Relotius beschäftigen die Branche noch immer. Jetzt soll aus dem Medienskandal ein Film entstehen.

          Drei Monate nach dem Fälschungsskandal beim „Spiegel“ sieht es ganz danach aus, als käme die Geschichte des Reportagenfälschers Claas Relotius auf die Kinoleinwand. Nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hat sich die Produktionsfirma Ufa Fiction die Verfilmungsrechte an dem neuen Buch von Juan Moreno gesichert.

          Der „Spiegel“-Reporter Moreno hatte Ende vergangenen Jahres bei einem gemeinsamen Projekt Unstimmigkeiten in Relotius' Arbeit bemerkt und seinem Kollegen auf eigene Faust hinterher recherchiert: Nach einem Termin in Las Vegas fuhr der seit vielen Jahren für den „Spiegel“ tätige Journalist weiter nach Arizona, um Relotius' Angaben in der Geschichte „Jaegers Grenze“ zu prüfen – und fand heraus, dass er gar nicht da gewesen war und die Leute, die er zitierte, nie getroffen hatte. Moreno brachte den ganzen Fall ins Rollen. Die Fälschungen beschäftigen das Nachrichtenmagazin und die Branche bis heute.

          Die Rechte an Morenos Buch „Tausend Zeilen Lüge. Das System Relotius und der deutsche Journalismus“, das im Herbst dieses Jahres im Rowohlt Berlin Verlag erscheinen wird, hat sich der Produzent Sebastian Werninger jetzt gesichert. Ufa Fiction hat unter anderem den Hape Kerkeling-Film „Der Junge muss an die frische Luft“ produziert.


           

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