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Veröffentlichung von Handbuch : Zuckerberg wehrt sich gegen Manipulationsvorwürfe

  • Aktualisiert am

Ein Wandgemälde auf dem Facebook-Campus in Menlo Park, Kalifornien. Bild: AP

Nach den Manipulationsvorwürfen geht Facebook in die Offensive: Der Konzern veröffentlicht sein Handbuch für die Trendthemen-Mitarbeiter und Mark Zuckerberg lädt Politiker zum Austausch ein.

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          Facebook hat am Donnerstag seine internen Richtlinien zur Auswahl von Nachrichten-Trends in Amerika veröffentlicht, um Manipulations-Vorwürfe aus der Welt zu schaffen. Gleichzeitig meldete sich Konzernchef Mark Zuckerberg persönlich zu Wort und lud Politiker zum offenen Austausch ein.

          Er schrieb auf Facebook, dass er vor allem mit konservativen Politikern den Dialog suchen werde. Mit ihnen wolle er diskutieren, wie Facebook es erreichen kann, nicht inhaltlich voreingenommen zu erscheinen. In Bezug auf die jüngsten Manipulationsvorwürfe und einem entsprechenden Blogbeitrag schrieb Zuckerberg: „Wir nehmen diesen Bericht sehr ernst und führen eine umfassende Untersuchung durch, um sicherzustellen, dass unsere Teams die Integrität unseres Produkts bewahren.“

          Im Zusammenhang mit der Veröffentlichung der Richtlinien erklärte Facebook-Manager Justin Osofsky in einem Blogeintrag, dass die einzelnen News grundsätzlich von Algorithmen vorgeschlagen würden. Diese suchten Themen, die gerade populär seien oder schnell in den Vordergrund rückten.

          Dann würden diese Themen von Menschen geprüft, die unter anderem Begriffe herausfischen sollen, die keine Nachrichten seien (etwa „Mittag“), hieß es weiter. Außerdem sollen sie Doppelungen entfernen, wie auch aus der an einigen Stellen geschwärzten Richtlinie hervorgeht. Eine inhaltliche Auswahl gebe es dabei nicht, bekräftigte Osofsky. Facebook erlaube es diesen Mitarbeitern nicht, Quellen irgendeiner politischen Herkunft zu diskriminieren.

          Namentlich nicht genannte frühere Facebook-Mitarbeiter hatten dem Technologie-Blog „Gizmodo“ erzählt, sie seien angewiesen worden, Nachrichten mit konservativem Anstrich zu unterdrücken. Trotz Dementis von Facebook entfaltete sich eine Debatte über den Einfluss von Facebook als Nachrichtenmedium. Ein republikanischer Senator forderte zusätzliche Informationen vom weltgrößten Online-Netzwerk.

          Der Kasten mit den Nachrichten-Trends auf der Facebook-Website ist in Deutschland nicht verfügbar.

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