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Eurovision Song Contest : Party auf der Reeperbahn

Deutschlands Punktefee im Sängerwettstreit: Helene Fischer Bild: dpa

Die Schlagersängerin Helene Fischer liest das deutsche ESC-Ergebnis vor. Die ARD freut sich schon auf den „Kult“.

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          „Twelve points, douze points, zwölf Punkte“: Die Ergebnisverlesung beim Eurovision Song Contest (ESC) werden am Samstag, 10. Mai, Millionen von Menschen erwarten. Doch so pointiert wie Hape Kerkeling es in seinem berühmten Sketch aus den achtziger Jahren vermochte, hat die Punkte-Litanei noch niemand hingelegt. Unfreiwillig komisch oder umstritten war sie freilich schon oft. Die Punktevergabe, meint der ESC-Sender ARD, dessen Promotion-Maschine gerade richtig heiß läuft, sei „Kult“.

          Michael Hanfeld

          verantwortlicher Redakteur für Feuilleton Online und „Medien“.

          Und um diesen „Kult“ darf sich für die deutsche Seite in diesem Jahr die Schlagersängerin Helene Fischer kümmern. Sie werde sich, teilt die ARD mit, „live von der Reeperbahn in Hamburg melden und berichten, an wen Zuschauer und Jury acht, zehn und zwölf Punkte vergeben haben“. Die Übertragung des ESC-Finales aus Kopenhagen beginnt im Ersten am 10. Mai um 21 Uhr. Für Deutschland ist die Combo Elaiza mit ihrem Lied „Is It Right“ im Rennen. Eröffnet wird der ESC-Abend von der ARD um 20.15 Uhr mit einem „Countdown für Kopenhagen“, von 0.15 Uhr an steigt die „Grand Prix Party“. Es moderiert Barbara Schöneberger, sie begrüßt neben Helene Fischer unter anderem die Sänger Adel Tawil und den Heino-Kontrahenten Jan Delay.

          Beim Finale des Eurovision Song Contest vergeben die 37 Nationen, die an dem Wettbewerb teilnehmen, ihre Punkte. Deren Vergabe fußt jeweils zur Hälfte auf der Entscheidung der nationalen Jurys und der Abstimmung der Zuschauer. Wer in der deutschen Jury sitzt, wird der NDR am 1. Mai bekannt geben. Neben Elaiza gibt es beim ESC derweil einen weiteren deutschen Teilnehmer: Der aus Bochum stammende Jöran Steinhauer will mit seiner Band Aarzemnieki („Ausländer“) und dem Lied „Cake To Bake“ für Lettland Punkte holen. Er muss sich allerdings erst noch beim Halbfinale am 6. Mai für die Schlussrunde qualifizieren.

          Im Sketch von Hape Kerkeling, der 2010, als Lena Meyer-Landrut in Oslo den ESC gewann, die deutsche Punktevergabe ganz ernsthaft vortragen durfte, war die Entscheidung des europäischen Liederwettbewerbs seinerzeit eine durch und durch abgekartete Sache. Die Österreicher gaben den Deutschen „wie immer: nichts“; die deutsche Jury vergab „no points for anybody“. Und der Gewinner war, per Machtentscheidung aus Brüssel – die Sowjetunion mit dem Titel „Meine Schwester ist in der Garage“. Auf Russland als Gewinner des European Song Contest würden wir diesmal allerdings nicht tippen.

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