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Majestätsbeleidigung : Erdogan verklagt Magazin

Der türkische Präsident Erdogan klagt gegen den Herausgeber und einen Autor der französischen Zeitschrift «Le Point» wegen Präsidentenbeleidigung. Bild: dpa

Recep Erdogan klagt gegen das französische Magazin „Le Point“ wegen „Beleidigung des Staatsoberhaupts“. Chefredakteur Étienne Gernelle wehrt sich gegen die Vorwürfe.

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          Wegen „Beleidigung des Staatsoberhaupts“ hat Recep Tayyip Erdogan in Ankara Klage gegen das französische Magazin „Le Point“ eingereicht. In einer Titelgeschichte beschreibt die Zeitschrift das Vorgehen der türkischen Armee in Syrien und ihre Verbrechen an den Kurden.

          Jürg Altwegg

          Freier Autor im Feuilleton.

          Dargestellt wird auch, wie die Armee mit ehemaligen Mitgliedern des „Islamischen Staats“ und von Al Qaida zusammenarbeitet, die sie die „Drecksarbeit“ verrichten lasse. Im Editorial wird Erdogan als „Sultan der ethnischen Säuberungen“ bezeichnet, auf dem Umschlag grüßt er wie die Spieler seiner Nationalmannschaft beim Spiel gegen die Franzosen, Titel: „L’Éradicateur“. Das Wortspiel ist ein Zusammenzug von „dictateur“ und „éradiquer“ – ausmerzen.

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