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Emmy-Verleihung 2019 : „Game of Thrones“ stellt zum Abschied eigenen Rekord ein

  • Aktualisiert am

Für „Game of Thrones“ stehen auf der Bühne: Isaac Hempstead Wright, Peter Dinklage, Conleth Hill, Emilia Clarke, Iain Glen, Sophie Turner, Alfie Allen, Gwendoline Christie, Kit Harington, Nicolaj Coster-Waldau und Carice Van Houten. Bild: AFP

Zum letzten Mal stürmen die Stars der Fantasy-Serie die Bühne der Emmys. Andere Favoriten haben bei den Fernsehpreisen das Nachsehen. Und ein Fernsehsender sammelt mehr Trophäen ein als Netflix.

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          Mit Jubel und einem eingestellten Rekord hat sich die Fantasy-Serie „Game of Thrones“ nach acht erfolgreichen Staffeln von der Bühne der Emmys, der amerikanischen Fernsehpreise, verabschiedet. Die im Mai zu Ende gegangene Serie gewann bei der Gala am Sonntagabend (Ortszeit) in Los Angeles zwei Preise – die Auszeichnung als beste Drama-Serie und den Preis für Peter Dinklage als bester Nebendarsteller in einer Drama-Serie – zusätzlich zu den zehn Trophäen, die sie bereits zuvor in Nebenkategorien eingesammelt hatte.

          Bereits 2015 und 2016 hatte die Serie, deren Abschlussstaffel mit der Rekordanzahl von 32 Nominierungen in die Emmy-Verleihung gegangen war, je zwölf Auszeichnungen bekommen – ein Rekord. Übertreffen, wie von vielen Beobachtern erwartet, konnte sie diesen Rekord jedoch nicht. Das Publikum feierte die Schauspieler der HBO-Serie, die in den Jahren zuvor bereits 38 Auszeichnungen eingesammelt hatte. „Wir haben nur geschwitzt und wir haben nur gelacht“, sagte Darsteller Dinklage in seiner Dankesrede. „Ich würde es sofort wieder machen.“

          Überraschung bei den Comedy-Serien

          Die Ehrenrunde eines weiteren Publikumslieblings misslang jedoch: Die bereits vielfach Emmy-prämierte Comedy-Serie „Veep – Die Vizepräsidentin“ über eine skrupellose Spitzenpolitikerin mit unfähigem Team war im Mai nach sieben Staffeln zu Ende gegangen. Hauptdarstellerin Julia Louis-Dreyfus hat für ihre Rolle als Präsidentin Selena Meyer bis 2017 schon sechs Emmys gewonnen. Sie hatte dann eine schwere Krebserkrankung überwunden und nach ihrer Genesung die nun zur Wahl stehende siebte und letzte Staffel abgedreht – bekam aber in der Kategorie der besten Hauptdarstellerin in einer Comedy-Serie zur großen Überraschung vieler Beobachter in diesem Jahr keinen Emmy.

          Autor George R. R. Martin erschuf die Geschichten von „Game of Thrones“. Bilderstrecke

          Stattdessen gewann Phoebe Waller-Bridge, die mit ihrer Amazon-Comedy-Serie „Fleabag“ der Konkurrenz von „Veep“ gleich auch noch den Preis als beste Comedy-Serie wegschnappte. „Jetzt wird es aber wirklich albern“, kommentierte Waller-Bridge in ihrer Dankesrede, nachdem sie insgesamt drei Trophäen, auch noch die für das beste Drehbuch, eingesammelt hatte.

          Auszeichnung für „Chernobyl“

          Bei den Miniserien räumte das Atom-Drama „Chernobyl“ nach herausragenden Kritiken weiter ab. Die Qualität des fünfeinhalbstündigen HBO-Dramas ist seit Monaten Thema in der Branche, sieben Emmys gab es bereits vor einer Woche.

          Zu den weiteren Gewinnern gehörten die Serien „The Marvelous Mrs. Maisel“ und „Ozark“. Billy Porter gewann als erster offen homosexueller Mann in der Kategorie bester Hauptdarsteller in einer Drama-Serie für seine Rolle in „Pose“.

          Die Emmys werden in rund 120 Kategorien von etwa 24.000 Mitgliedern der Television Academy vergeben. Bei der Gala, in diesem Jahr zum vierten Mal in der Geschichte ohne Moderator, stehen die Hauptkategorien im Mittelpunkt.

          Wie seit einigen Jahren üblich ging es auch um den Kampf der alten Garde gegen neue Internet-Plattformen – etwa um die Frage, ob Serien des Premium-Kabelfernsehsenders HBO mehr Trophäen zugesprochen bekommen als die Streaminggiganten Netflix und Amazon. Zusammengezählt mit den Nebenkategorien sammelte HBO mit 34 die meisten Emmys ein, dahinter folgte der Netflix mit 27, Amazon mit 15, National Geographic mit acht und der TV-Sender NBC mit sieben.

          Die Gewinner der 71. Emmys (Hauptkategorien)

          - Beste Comedy-Serie: Fleabag

          - Beste Hauptdarstellerin in einer Comedy-Serie: Phoebe Waller-Bridge (Fleabag)

          - Bester Hauptdarsteller in einer Comedy-Serie: Bill Hader (Barry)

          - Bester Nebendarsteller in einer Comedy-Serie: Tony Shalhoub (The Marvelous Mrs. Maisel)

          - Beste Nebendarstellerin in einer Comedy-Serie: Alex Borstein (The Marvelous Mrs. Maisel)

          - Bester Fernsehfilm: Bandersnatch

          - Beste Mini-Serie: Chernobyl

          - Beste Hauptdarstellerin in einer Mini-Serie oder einem Film: Michelle Williams (Fosse/Verdon)

          - Bester Hauptdarsteller in einer Mini-Serie oder einem Film: Jharrel Jerome (When They See Us)

          - Bester Nebendarsteller in einer Mini-Serie oder einem Film: Ben Whishaw (A Very English Scandal)

          - Beste Nebendarstellerin in einer Mini-Serie oder einem Film: Patricia Arquette (The Act)

          - Beste Drama-Serie: Game of Thrones

          - Beste Hauptdarstellerin in einer Drama-Serie: Jodie Comer (Killing Eve)

          - Bester Hauptdarsteller in einer Drama-Serie: Billy Porter (Pose)

          - Bester Nebendarsteller in einer Drama-Serie: Peter Dinklage (Game of Thrones)

          - Beste Nebendarstellerin in einer Drama-Serie: Julia Garner (Ozark)

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