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Emmy Awards : Liebe in Zeiten der Krise

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Einen Emmy für's Drama: Schauspieler und Crew der Fernsehserie „Mad Men” nehmen die Auszeichnung entgegen. Bild: dapd

Gangsterdramen, Familienalltag und wieder einmal die „Mad men“ aus einer Werbeagentur der sechziger Jahre: In Los Angeles wurden die Emmy Awards für das Jahr 2011 vergeben.

          Martin Scorsese und Kate Winslet können neben ihrem Oscar nun auch den begehrten Fernsehpreis in die Vitrine stellen. Scorsese wurde in der Nacht zum Montag in Los Angeles für die erste Staffel des Gangsterdramas „Boardwalk Empire“ ausgezeichnet. Kate Winslet gewann als Hauptdarstellerin der fünfteiligen Dramaserie „Mildred Pierce“.

          Derweil kam es zwischen ihrem Kollegen Alec Baldwin und dem Sender Fox zum Eklat. Fox nahm einen Witz über den Abhörskandal um Rupert Murdoch aus der Aufzeichnung, die Baldwin zur Eröffnung der Gala zeigen sollte. Der Schauspieler sagte daraufhin die Teilnahme an der dreistündigen Live-Sendung im Nokia Theater ab und informierte seine Fans darüber auf Twitter.

          Seriensieger „Mad men“

          Im Kopf-an-Kopf-Rennen um das beste Drama errang „Mad Men“ bereits im vierten Jahr den Sieg. Die Serie um eine New Yorker Werbeagentur in den sechziger Jahren läuft seit 2007 in den Vereinigten Staaten und seit 2009 auch in Deutschland. Das Nachsehen hatte „Boardwalk Empire“, das mit mit achtzehn Nominierungen in die Ausscheidung gegangen war; „Mad Men“ hatte neunzehn Nominierungen auf sich vereinigt.

          Martin Scorsese wurde für die erste Staffel des Gangsterdramas „Boardwalk Empire” ausgezeichnet Bilderstrecke

          Bei den Fernsehkomödien wiederholte die Satire „Modern Family“ ihren Erfolg von 2010. Außer dem Emmy für die beste Fernsehkomödie heimste die Geschichte vom Alltag dreier Familien die beiden Nebendarstellerpreise ein. Sie gingen an Ty Burrell und Julie Bowen, die in „Modern Family“ ein Ehepaar spielen. Weitere Preise wurden Regisseur Michael Alan Spieler und den beiden Drehbuchautoren Steve Levitan und Jeffrey Richman überreicht.

          Versammelte Fernehprominenz

          Das satirische „Nachrichtenprogramm“ des Politkomödianten Jon Stewart, „The Daily Show With Jon Stewart“, stach zum neunten Mal alle Konkurrenz aus, darunter auch die populäre Samstagabendshow „Saturday Night Life“ mit Tina Fey. Kate Winslet setzte sich als Mutter, die in den Wirren der Weltwirtschaftskrise um die Liebe ihrer Tochter kämpft, in der HBO-Miniserie „Mildred Pierce“ durch.

          Die Emmys wurden zum 63. Mal von der Amerikanischen Fernsehakademie verliehen. Durch das Programm führte die Schauspielerin Jane Lynch, die vor einem Jahr einen Emmy für ihre Rolle in der Musicalserie „Glee“ entgegengenommen hatte. Zur Fernsehprominenz, die die Gewinner bekanntgab, gehörte auch Charlie Sheen. Er ließ es sich nicht nehmen, seinen Kollegen von der Sitcom „Two and a Half Men“ noch einmal Erfolg für die bevorstehende Saison zu wünschen. Ihm selbst war wegen Beleidigung des Produzenten der Stuhl vor die Tür gesetzt worden.

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