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Elefantenrunde : SWR-Chefredakteur nennt SPD und Grüne „Schönwetterdemokraten“

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Frey kritisiert speziell die Grünen: Sie hätten 2011 von der Einladung zur Elefantenrunde profitiert. Bild: obs

SWR-Chefredakteur Frey äußert sich zum Streit um die Teilnahme der AfD an der Elefantenrunde. Er greift SPD und Grüne in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg an. Sie hätten sich weggeduckt statt auf die Bühne zu gehen.

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          Im Streit um die Fernsehdebatte vor der rheinland-pfälzischen Landtagswahl stellt SWR-Chefredakteur Fritz Frey das Demokratieverständnis der Regierungsparteien SPD und Grüne infrage. „Man möchte denen fast zurufen: Was seid ihr eigentlich für Schönwetterdemokraten, wenn ihr euch jetzt wegduckt, anstatt euch auf die Bühne zu begeben!“ sagte Frey dem Hamburger Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ angesichts der Ankündigungen der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) und ihres baden-württembergischen Amtskollegen Winfried Kretschmann (Grüne), an keiner Fernsehdebatte mit Beteiligung der rechtskonservativen AfD teilzunehmen.

          Der Streit insbesondere um die Fernsehdebatte vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz am 13. März war eskaliert, nachdem die CDU-Spitzenkandidatin Julia Klöckner am Donnerstag ihre Teilnahme abgesagt hatte, weil sie nicht allein mit Vertretern von SPD und Grünen auftreten wollte. Denn weil Dreyer zuvor angekündigt hatte, nicht mit einem AfD-Vertreter diskutieren zu wollen, hatte sich der SWR für Rheinland-Pfalz auf eine Dreier-Runde beschränken und die nicht im Parlament vertretenen Parteien AfD, Linke und FDP außerhalb der Runde interviewen wollen. Nach der Absage Klöckners steht die Debatte der Spitzenkandidaten drei Tage vor der Wahl nun komplett infrage.

          Frey sagte dem „Spiegel“: „Die Parteien haben uns jetzt zweimal unser journalistisches Konzept zerschossen.“ So müsse der Eindruck entstehen, der Sender lasse sich seine journalistischen Sendungskonzepte von den Parteien diktieren.

          Frey kritisierte insbesondere die Grünen. Die Partei habe vor der Landtagswahl 2011 in Rheinland-Pfalz davon profitiert, dass auch Parteien in die Sendung eingeladen wurden, die nicht im Parlament waren: „Wenn dieselbe Partei heute sagt, wir haben zwar damals von diesem Prinzip profitiert, aber heute sind wir gegen dieses Prinzip, weil es dem politischen Konkurrenten nutzt, dann ist das mehr als nur ironisch.“

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