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Das Radio läuft weiter : Die UKW-Abschaltung ist vom Tisch

  • Aktualisiert am

Positive Signale: Im Streit um das UKW-Radio haben die beteiligten Firmen einen Kompromiss gefunden. Bild: dpa

Noch im April drohte rund zehn Millionen UKW-Radiohörern eine Sendepause. Nun haben die Marktakteure im Streit um die Antennen einen Kompromiss gefunden – vorerst, zumindest.

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          Das Szenario einer UKW-Abschaltung in Deutschland ist vom Tisch. In dem Streit um Nutzungsgebühren für die UKW-Antennen von Hörfunksendern haben sich jetzt fünf Antenneneigentümer mit den Sendernetzbetreibern auf Eckpunkte für eine vertragliche Regelung geeinigt. Das teilte die Bundesnetzagentur am Dienstagabend mit.

          „Alle UKW-Marktakteure haben sich bewegt und sind aufeinander zugegangen“, erklärte der ehemalige Kanzleramtsminister Friedrich Bohl, der die Verhandlungen moderiert hatte. Die vereinbarten Eckpunkte böten eine gute Grundlage dafür, dass es im nächsten Schritt zu Verträgen komme und der Streit um die Antennen damit dauerhaft beigelegt werde. „Dann müssen die Hörerinnen und Hörer keine Abschaltungen mehr befürchten.“ Auch der Verband Privater Medien (Vaunet) findet die Einigung gut. „Das schafft Planungssicherheit“, sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Klaus Schunk laut einer Mitteilung. Trotz des guten Ergebnisses sei ein solches Verfahren nicht tragbar: „Eine Wiederholung darf es nicht geben.“

          Bedingungen nicht attraktiv genug

          Hintergrund des Streits ist, dass sich der Dienstleister Media Broadcast aus dem Geschäft mit den UKW-Antennen und Sendeanlagen zurückgezogen hat, weil er die finanziellen Rahmenbedingungen der Regulierungsbehörden nicht mehr attraktiv genug fand. Die Media Broadcast gehört zur börsennotierten Freenet Group. Als UKW-Sendedienstleister agieren nun vor allem die Firmen Uplink aus Düsseldorf und Divicon aus Leipzig. Die an den Sendemasten montierten Antennen wurden von der Media Broadcast hauptsächlich an Finanzinvestoren verkauft. Diese verlangten ursprünglich zum Teil deutlich mehr Geld für die Nutzung der Antennen, weil sie nicht mehr unter die Regulierung fallen. Uplink und Divicon hielten die höheren Preise für völlig überzogen und weigerten sich, die geforderten Summen zu zahlen.

          Von einem möglichen UKW-Blackout waren etliche Hörfunksender bedroht. Neben privaten Radiostationen wurden dem MDR, dem NDR in Mecklenburg-Vorpommern und Deutschlandradio die UKW-Abschaltung angedroht. In Berlin und Brandenburg war teilweise der rbb betroffen. Sie betreiben keine eigene Sende-Infrastruktur.

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