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Heufer-Umlauf und „Civilfleet“ : Seenotretter ohne Schiff

Klaas Heufer-Umlauf hat jetzt einen Preis weniger. Bild: dpa

Vor mehr als einem Jahr startete Fernsehmoderator Klaas Heufer-Umlauf einen Spendenaufruf zur Seenotrettung. Knapp dreihunderttausend Euro gingen ein, doch ein Schiff stach nie in See. Warum nicht?

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          Der Appell von Klaas Heufer-Umlauf im Juli des vergangenen Jahres war von überzeugender Schlichtheit: „Jetzt retten wir!“ hieß die Sammelaktion, die er für das damals gerade entstehende Projekt „Civilfleet“ (zivile Flotte), startete. Zuvor hatte sich die Situation für private Seenotretter im Mittelmeer zugespitzt: Die maltesischen Behörden verweigerten den Rettungsschiffen „Seefuchs“ sowie der „Sea-Watch 3“ das Auslaufen und beschlagnahmten die „Lifeline“.

          Julia Anton
          Redakteurin im Ressort Gesellschaft bei FAZ.NET

          „Wir wollen mindestens ein Schiff chartern, das Menschen rettet oder die Situation vor Ort dokumentiert“, sagte Klaas Heufer-Umlauf, dem auf Twitter 1,8 Millionen Menschen folgen, in einem Video. Für die Verwendung des Geldes, das über die Plattform „Leetchi“ gesammelt wurde, verbürgte er sich: „Ich werde persönlich dafür Sorge tragen, dass das Geld da ankommt, wo es hin muss.“ 7428 Personen folgten dem Aufruf, insgesamt kamen 297.036 Euro zusammen. Erik Marquardt, der im Mai dieses Jahres als Abgeordneter der Grünen ins Europaparlament gewählt wurde, übernahm den Vorsitz des neu gegründeten Vereins, das Amt des Schatzmeisters ging an den Fotografen Ruben Neugebauer, der sich auch bei „Sea-Watch“ engagiert.

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