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Wahlkampfteam geht vor Gericht : Donald Trump verklagt jetzt auch CNN

  • Aktualisiert am

Klagewütig: Donald Trump. Bild: EPA

Dass Donald Trump die Medien scharf angeht, ist bekannt. Jetzt verklagt er sie auch noch reihenweise. Sein Wahlkampfteam zerrt CNN, die „Washington Post“ und die „New York Times“ vor Gericht.

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          Nach Klagen gegen die „New York Times“ und die „Washington Post“ geht das Wahlkampfteam des amerikanischen Präsidenten Donald Trump auch juristisch gegen den Fernsehsender CNN vor. Man habe wegen verleumderischer Berichterstattung Klage gegen den Sender eingereicht, teilte Trumps Wahlkampagne mit. Der Sender habe wissentlich „falsche und verleumderische Aussagen“ mit Blick auf die Russland-Affäre veröffentlicht, heißt es in der bei einem Gericht in Atlanta eingereichten Klageschrift, die Trumps Wahlkampfteam veröffentlichte.

          Hintergrund sind die Ergebnisse einer Untersuchung des FBI-Sonderermittlers Robert Mueller, der untersucht hatte, ob es Geheimabsprachen zwischen Trumps Team und Vertretern Russlands vor der Präsidentschaftswahl 2016 gab. Beweise fand er dafür nicht. Trumps Kampagnewirft mehreren Medien vor, dennoch zu behaupten, dass es eine Zusammenarbeit dieser Art gab.

          Das Wahlkampfteam des Präsidenten hatte zuvor bereits ähnliche Klagen gegen die „New York Times“ und die „Washington Post“ eingereicht. In den Klageschriften heißt es, ähnlich wie bei der Klage gegen CNN, es seien wissentlich „falsche und verleumderische Aussagen“ veröffentlicht worden. Im Fall der „Washington Post“ geht es um Meinungsbeiträge, in denen die angebliche Zusammenarbeit zwischen Trumps Wahlkampfteam und Russland und die Möglichkeit von Absprachen vor der Wahl 2020 thematisiert wurde.

          Der „Washington Post“ werfen Trumps Anwälte ein „systematisches Muster der Voreingenommenheit“ vor, das dem Ruf von Trumps Team schaden und die Organisation zum Scheitern bringen solle. „Die ,Pos‘ hatte eindeutig ein böswilliges Motiv, hat aber vor allem mit rücksichtsloser Missachtung der Wahrheit gehandelt“, heißt es. Die „Washington Post“ will sich gegen die Vorwürfe verteidigen. „Es ist enttäuschend zu sehen, dass das Wahlkampfkomitee des Präsidenten auf diese Art von Taktik zurückgreift“, sagte Kris Coratti, Sprecherin der „Washington Post“. Gegen die „Post“ und die „New York Times“ wird auf Schadenersatz in nicht bezifferter Höhe geklagt.

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