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Trump staucht Medien zusammen : „Es war wie ein verdammtes Erschießungskommando“

Conway: Treffen war „sehr herzlich, offen und ehrlich“

Trumps Wahlkampfmanagerin Kellyanne Conway, die jetzt als Beraterin für den künftigen Präsidenten arbeitet, sagte dem „New Yorker“ hingegen, das Treffen sei „sehr herzlich, offen und ehrlich“ gewesen. Wie das Magazin schreibt, schien Trump nach Teilnehmerangaben noch immer nicht besser über Politik informiert zu sein als noch während seines Wahlkampfs. Auch sei seine pauschale Medienkritik teils irrational gewesen. 

Über Mitt Romney, der im Wahlkampf ein harter Kritiker Trumps war und jetzt als heißer Anwärter auf den Posten des Außenministers gilt, sagte Trump demnach, Romney wolle den Posten „verzweifelt“. Es blieb offenbar aber unklar, ob Trump ihm den Posten wirklich geben wolle.

Schon vor dem Eklat im Trump Tower hatte es am Ärger wegen eines Treffens von Trump mit der „New York Times“ gegeben, dem renommierten Blatt, das Trump in herzlicher Abneigung verbunden ist. Ein für Dienstag anberaumtes Treffen mit dem Herausgeber und mehreren Reportern der Zeitung sagte der Republikaner am Morgen zunächst ab. Trump begründete das auf Twitter damit, dass die Bedingungen des Treffens kurzfristig geändert worden seien. Das sei „nicht nett“. Trumps Team hatte das Treffen selber vorgeschlagen.

Treffen mit „New York Times“ findet nun doch statt

Die „New York Times“ wiederum erklärte, an den Bedingungen des Treffens habe sich nichts geändert. Es sei vereinbart worden, einen kurzen Teil des Gesprächs hinter verschlossenen Türen und den deutlich längeren öffentlich mit Reportern machen zu wollen. Von der Absage Trumps habe man lediglich via Twitter erfahren.

Vielleicht gebe es ein späteres Treffen, fügte Trump in einem weiteren Tweet hinzu. In der Zwischenzeit werde das Blatt weiter falsch über ihn berichten und einen ungezogenen Ton anschlagen, schrieb er. Am Dienstagnachmittag twitterte Trump dann, das Treffen werde doch wie geplant um 12.30 Uhr (18.30 Uhr deutscher Zeit) stattfinden. Das bestätigte kurz darauf auch die „New York Times“. „Das Team von Mr. Trump hat uns darüber informiert, dass das Treffen stattfinden wird. Er wird sich zu einem Hintergrundgespräch mit dem Herausgeber treffen und danach öffentlich mit unseren Journalisten und Kommentatoren“, hieß es in einer Mitteilung der Zeitung.

Conway: „Der Mann arbeitet 18 Stunden am Tag“

Unterdessen warb Trumps Wahlkampfmanagerin Conway für Verständnis dafür, dass Trump bald zwei Wochen nach der Wahl noch keine reguläre Pressekonferenz angesetzt hat, bei der er sich auch den Nachfragen von Journalisten stellt. „Der Mann arbeitet achtzehn Stunden am Tag“, sagte sie nach einem Bericht der „New York Times“, „er spricht mit Leuten und nimmt Anrufe aus der ganzen Welt entgegen.“ In Kürze werde er auch eine Pressekonferenz anberaumen.

Seit 1976 hat kein künftiger Präsident Amerikas länger nach seiner Wahl gebraucht, um eine Pressekonferenz zu halten. Bei Barack Obama waren es drei Tage. Bislang hat Trump lediglich einzelne Interviews gegeben.

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