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Pläne des ARD-Vorsitzenden : Eine Plattform, die nach unseren Werten ausgerichtet ist

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Ulrich Wilhelm am Dienstag auf dem Kongress des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger Bild: dpa

Beim Zeitungskongress in Berlin wirbt der ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm für seine digitalen Ideen, die öffentlich-rechtliche und private Medien verbinden sollen. Mathias Döpfner sieht Probleme, die er aber für lösbar hält.

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          Der ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm hat sein Angebot erneuert, mit privaten Verlagen an einer gemeinsamen Online-Plattform zu arbeiten. „Die Initiative, die ich vorschlagen möchte, ist, dass wir versuchen, neben die Nutzung von Facebook, Google und anderen eine weitere Möglichkeit zu stellen, eine Plattform, die nach unseren Werten ausgerichtet ist“, sagte Wilhelm am Dienstag beim „Zeitungskongress 2018“ in Berlin. Daran könnten sich die öffentlich-rechtlichen und private Sender, Verlage, aber auch Institutionen aus Wissenschaft und Kultur beteiligen. Die Initiative solle unterschiedlichste Geschäftsmodelle zulassen, den Zugang auch zu den Nutzerdaten und gemeinsame Log-in-Systeme.

          Eine kleinere, bereits schneller umsetzbare Initiative könnte eine Plattform sein, zu der öffentlich-rechtliche Sender Videos beisteuern und Verlage mit diesen Videos die eigene Berichterstattung ergänzen und so auch zusätzliche Einnahmen erzielen. „Dass so etwas funktionieren kann, zeigt uns das Beispiel in Österreich, wo unter der Vermittlung der Nachrichtenagentur APA der ORF und die wichtigen Verlagshäuser in eine neue Beziehung getreten sind“, erklärte Wilhelm. „Ich könnte mir vorstellen, wenn wir eine neutrale Rolle der dpa, deren Gesellschafter wir alle miteinander sind, hier als möglich ansehen, dass auch uns Schritte gelingen könnten.“

          Das Problem der Systemvermischung

          Mathias Döpfner, Präsident des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), reagierte gleich anschließend darauf: „Ich habe von Anfang an gesagt, dass wir diese Initiative für grundsätzlich absolut richtig halten. Genau so etwas braucht es.“ Allerdings gebe es im Zusammenhang mit einer gemeinsamen Plattform auch einige Probleme, die Wilhelm selbst schon angedeutet habe.

          „Hier glaube ich, ist das größte Problem das der Systemvermischung“, erklärte Döpfner. Es sei die Frage, wie sich ein öffentlich-rechtliches System und ein privates System unter einen Hut bringen lassen, ohne dass die bewährte duale Aufstellung verloren gehe. „Aber wenn man will, gibt es dafür Lösungen“, versicherte der BDZV-Präsident, der auch Vorstandsvorsitzender der Axel Springer SE ist.

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