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Reform des Kulturradios hr2 : Und es wird doch keine Dudelwelle

Lauter schöne Logos: hr2 in der Eigenankündigung. Bild: HR/F.A.Z.

Seit gut einem Jahr wird im Hessischen Rundfunk und in der Öffentlichkeit heftig um die Zukunft des Radiojuwels hr2-Kultur gestritten. Jetzt gibt es einen Kompromiss. Der Plan liegt der F.A.Z. vor. Was steht drin?

          5 Min.

          Um zu verstehen, was sich seit dem Sommer des vergangenen Jahres im Hessischen Rundfunk rund um die inzwischen – und zum Glück – nur noch „Neuausrichtung“ genannte, ursprünglich als Radikalabschaffung geplante Reform der Radiowelle hr2-Kultur abgespielt hat, bieten sich drei zeitlos aktuelle Vergleiche an: Thornton Wilders Bühnenparabel „Wir sind noch einmal davongekommen“ von 1942 sowie Heinrich Bölls unverwüstliche Kurzgeschichten „Doktor Murkes gesammeltes Schweigen“ (1955) und „Es wird etwas geschehen“ vom Jahr danach. Also: der Reihe nach und von hinten nach vorne.

          Jochen Hieber

          Freier Autor im Feuilleton.

          Bölls namenloser Ich-Erzähler schildert den Arbeitsalltag in „Alfred Wunsiedels Fabrik“. Dort beginnt jeder Morgen mit der dynamischen Chefparole: „Es muss etwas geschehen!“, worauf die Belegschaft unisono antwortet: „Es wird etwas geschehen!“

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