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Serie „Der dunkle Kristall“ : Sie kämpfen um eine ganze Welt

Die Gelflinge sind von ganz anderer Statur. Bild: Netflix

In den legendären Pinewood Studios bei London produziert Netflix die aufwendige Puppenserie „Der Dunkle Kristall“. Sie ist auch das Vermächtnis des „Muppets“-Erfinders Jim Henson. Nun lässt seine Tochter Lisa die Puppen tanzen. Eine monumentale Produktion.

          9 Min.

          Ob Gott sich vor seiner Schöpfung mal eine Konzeptzeichnung angefertigt hat, dazu schweigt das Buch Genesis. Da er erst das Licht anknipste, als die Erde schon „wüst und wirr“ vorhanden war, müssen wir davon ausgehen, dass er den Plan im Kopf hatte. Am Ende stellte er fest, dass es „gut war“. Nun beschäftigen sich Menschen mit der Erschaffung von Welten. Diese entstehen zunächst als Zeichnung – im Kopf, auf Höhlenwänden, Stein, Ton, Haut, Papier, im Computer, in Formen, Farben, Symbolen, in Zahlen- und Schriftzeichenfolgen.

          Axel Weidemann

          Redakteur im Feuilleton.

          So auch in dem Lagerhauskomplex, der zu den Pinewood Studios nordwestlich des Londoner Flughafens Heathrow gehört. Früher lagerten hier Requisiten, heute sind die Tapeten und Stellwände in der zweiten Etage – der „Konzept-Abteilung“ – bedeckt von Zeichnungen: Ein rot belaubter Baum krallt sich mit seinen Wurzeln in einen sturmumtosten Gipfel; ein steinerner Baderaum wird von glühenden Zackensäulen eingefasst, während das Sonnenlicht durch winzige Löcher in der Decke die Dampfschwaden zum Leuchten bringt und schnabelbewehrte Schattengestalten mit einem matten Glanz versieht; eine Ansammlung von Wohnbauten mit runden Fenstern, geschwungenen Dächern schmiegt sich organisch in die Landschaft: Die Behausung Beutelsend aus dem „Herrn der Ringe“ trifft Hieronymus Bosch.

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