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Fernsehlandschaft der Wende : Für die Menschen berichten, nichts sonst

  • -Aktualisiert am

Einst beim DFF, heute beim MDR: Fernsehjournalist Marian Riedel Bild: MDR

Wie vollzog sich eigentlich der Wandel vom Rundfunk der DDR ins öffentlich-rechtliche System? Ein Landeskorrespondent berichtet.

          5 Min.

          Am 3. Oktober 1990 berichtete zur besten Sendezeit in einer abendlichen Sondersendung DFF 2 (das zweite Programm des DDR-Fernsehens) unter dem Titel „Wir sind ein Volk“ aus verschiedenen Orten der ehemaligen DDR. Zu diesen Schauplätzen gehörte auch Kella im Thüringer Eichsfeld. Um dieses Gebiet an der innerdeutschen Grenze hatte das Staatsfernsehen immer einen weiten Bogen gemacht, denn es war die größte Region in der DDR mit einer mehrheitlich katholischen, oft auch renitenten Bevölkerung.

          „Es war eine bewusste Entscheidung, an diesem wichtigen Tag von hier live über die Hoffnungen, Wünsche, aber auch Befürchtungen von Bürgern zu berichten, die vom DDR-Fernsehen weitgehend ignoriert worden sind“, erinnert sich Marian Riedel, einer der damals beteiligten Journalisten, an diesen Tag. Riedel, Jahrgang 1953, war damals Redakteur des DFF-Landessenders Thüringen. Heute ist er Journalist im MDR-Regionalstudio Gera.

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