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App „Clubhouse“ : Willkommen im Club!

Willkommen im Kreis der üblichen Verdächtigen: Die Social-Audio-App „Clubhouse“ gibt es derzeit nur für iPhone und Zugang nur auf Einladung. Bild: Imago

Die Social-Audio-App Clubhouse hat den Podcast zum Mitmachen erfunden und wird als Elite-Treffen inszeniert. Nicht jeder darf rein. Dafür will die App auf das persönliche Telefonbuch zugreifen. Was soll das?

          3 Min.

          Alle warten auf Thomas Gottschalk, und zwar seit einer halben Stunde. Thomas Gottschalk kommt irgendwie nicht in den Raum, und die etwa dreitausend Zuhörer des Talks „Was heut wichtig war“ mit Sascha Lobo, Jule Wieler und Stargast Thomas Gottschalk warten geduldig. „Wir haben hier so intergenerationelle Technik-Vibes am Start“, sagt Wieler, dann werden alle noch einmal in einen anderen virtuellen Raum geschickt, dann geht es mit einer Dreiviertelstunde Verspätung doch endlich los. Und weil man Thomas Gottschalk vor egal welches Mikrophon setzen kann und er dann zuverlässig Schoten aus dem Showbusiness erzählt, wird es sogar ziemlich unterhaltsam.

          Andrea Diener
          Korrespondentin im Main-Taunus-Kreis

          Es war kaum zu vermeiden, dass nach dem großen Audio-Trend im Internet die nächste Welle nicht lange auf sich warten ließ. Sie nennt sich „Social Audio“ und wird seit ein paar Tagen durch die App Clubhouse vertreten, die soeben nach Deutschland geschwappt ist. Jeder redet darüber, vor allem deshalb, weil nicht jeder reindarf: Man muss jemanden finden, der einen einlädt, und das macht nicht jeder. Denn um andere einladen zu können, muss man Clubhouse Zugriff auf das persönliche Telefonbuch auf dem iPhone – eine Android-Version gibt es noch nicht – gewähren, und wer will das schon?

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