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Die Ära Murdoch : Der Alte ist noch lange nicht fertig

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Der politische Einfluss Murdochs, der bei neun amerikanischen Präsidenten und neun britischen Premierministern ein- und ausging, ist weiterhin kaum zu überschätzen. Bild: AFP

Der Murdoch-Clan wird seit Jahrzehnten von Spekulationen über die Nachfolge seines Patriarchen umweht. Jetzt ist Rupert Murdoch 87 Jahre alt und verkauft große Teile seines Konzerns. Doch zieht er sich wirklich zurück?

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          In einer Szene der amerikanischen Fernsehserie „Succession“ sitzt Roy Logan, alternder Medienmogul und Patriarch einer großen Familie, die um seine Nachfolge ringt, zusammengesunken in einem Sessel vorm Fernseher. Roy hat einen Schlaganfall hinter sich, die Medienwelt ist ob des Vakuums an der Konzernspitze in Aufruhr, und Roys Sohn Kendall, der designierte, aber noch nicht installierte Nachfolger, sieht seinen Tag gekommen. Aber als Kendall dem Vater einen Besuch abstattet, um seine Pläne darzulegen, presst der mühsam hervor: „Du bist ein gottverdammter Idiot!“ Der Alte ist noch lange nicht fertig.

          Die Serie ist eine kaum verhüllte Anspielung auf den Murdoch-Clan, der seit Jahrzehnten von Spekulationen über die Nachfolge des Patriarchen Rupert umweht ist. Nachdem Ende Juli der Unterhaltungskonzern in Murdochs Medienimperium, die 21st Century Fox, von Disney für mehr als siebzig Milliarden Dollar geschluckt worden war, glauben manche angesichts des Verkaufs des Fernsehsenders Sky, der 87 Jahre alte australisch-amerikanische Medienzar zöge sich allmählich zurück.

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