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Saarland-Krimi : Devid Striesow gibt Rolle im „Tatort“ auf

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Mann mit roter Vespa und feinem Gespür für Bläschenbildung: Kommissar Jens Stellbrink (Devid Striesow) Bild: SR/Manuela Meyer

Das Gastspiel dauerte nicht lang: Nach acht Einsätzen beendet der Schauspieler Devid Striesow seinen Dienst beim „Tatort“ des Saarländischen Rundfunks. Der Sender sucht einen Nachfolger.

          Der Schauspieler Devid Striesow hört als Saarbrücker „Tatort“-Kommissar Jens Stellbrink auf. Der Saarländische Rundfunk teilte am Donnerstag mit, dass beide Seiten ihre Zusammenarbeit auf Wunsch Striesows beendeten. Der Schauspieler wolle sich künftig intensiver neuen Herausforderungen und anderen Projekten widmen. Er sei als Kommissar Stellbrink aber noch in den Folgen „Mord Ex Machina“ (Neujahr 2018) und „Der Pakt“ (2019) zu sehen.

          Der Saarländische Rundfunk zitiert Striesow mit den Worten, er lasse die Figur des Hauptkommissars „schweren Herzens gehen“. „Es war eine spannende Zeit mit dem Saarbrücker ,Tatort' und der Figur Jens Stellbrink, die eine starke Entwicklung erfahren hat.“ Wer Striesow folgt, ist offen: Konkrete Pläne für die Zukunft des SR-„Tatorts“ gibt es nach Angaben des Senders noch nicht. „Wir werden die Zeit bis 2020 nutzen, um in Ruhe an einem neuen inhaltlichen und personellen Konzept für einen künftigen Tatort aus dem Saarland zu arbeiten“, teilte SR-Programmdirektor Lutz Semmelrogge mit.

          Sechs Stellbrink-„Tatorte“ für das Erste wurden seit 2013 ausgestrahlt. Sie brachten dem SR die besten Quoten seit 1993: Die Erstausstrahlungen von „Söhne und Väter“ (Januar 2017), „Totenstille“ (2016), „Adams Alptraum“ (2014) und „Melinda“ (2013) sahen jeweils mehr als neun Millionen Zuschauer bundesweit. Striesow war für den „Tatort“ aus der ebenfalls beliebten ZDF-Serie „Bella Block“ ausgestiegen und startete mit seiner Schauspielkollegin Elisabeth Brück, die die Ermittlerin Lisa Marx verkörpert. Von den Vorgängern Maximilian Brückner und Gregor Weber hatte sich der SR zuvor getrennt. Die Kritiken zu den „Tatorten“ mit Devid Striesow und Elisabeth Brück waren eher verhalten ausgefallen.

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