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DLF streicht Verkehrsfunk : Schlammlawine am Schkeuditzer Kreuz

  • -Aktualisiert am

Verkehrsnachrichten sind nüchtern – und gerade deshalb traditionell unfreiwillig komisch Bild: dpa

46 Jahre gab es beim Deutschlandfunk Verkehrsnachrichten. Jetzt werden sie abgesetzt. Chefsprecher Gerd Daaßen verabschiedet sich schweren Herzens.

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          „Zwischen Kreuz Meckenheim und Rheinbach Gefahr wegen einer Badewanne“: Es wird nicht selten skurril, wenn die Verkehrsnachrichten im Radio von deutschen Autobahnen Hindernisse und Staus melden. Sie regen sogar die Phantasie an: Hat jemand bei 120 Kilometern pro Stunde ein Schaumbad auf dem Dach seines Twingo genommen? Auch Schlauchboot, Dixiklo, Bierkasten und Pfau landen hin und wieder auf der Schnellstraße. Verkehrsnachrichten sind nüchtern – und gerade deshalb traditionell unfreiwillig komisch. Sie sind „Infotainment“, schon länger, als es so heißt.

          Der Deutschlandfunk würdigt am 1.Februar die Verkehrsnachricht mit einer Hörspielcollage, für die 70.000 Meldungen des Senders gesichtet wurden. Von Entenfamilien bis Schlammlawinen hat der Künstler Carsten Schneider die Störungshighlights des letzten Jahres im DLF in „Die Gefahren eines Jahres im Deutschlandfunk“ zusammengestellt. Der Anlass ist allerdings eher betrüblich: Von Februar an wird es im Deutschlandfunk, nach 46 Jahren Laufzeit, keine Verkehrsnachrichten mehr geben.

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