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Deutscher Fernsehpreis : Zwanzig Nominierungen für RTL

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Hochglanz nominiert: die RTL-Produktion „Jagd nach dem Schatz der Nibelungen” Bild: obs

Mit zwanzig Nominierungen ist der Privatsender RTL bei der Vorauswahl zum Deutschen Fernsehpreis in diesem Jahr am meisten beachtet worden. Mit 19 und 18 Nomionierungen folgen ZDF und ARD. Die Preise werden am 11. Oktober vergeben.

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          Veronica Ferres, Katharina Wackernagel und Claudia Michelsen konkurrieren um den Deutschen Fernsehpreis 2008 als beste deutsche Schauspielerin. Unter den männlichen Kollegen nehmen es Misel Maticevic, Benjamin Sadler und Devid Striesow miteinander auf. Der Fernsehpreis wird am 11. Oktober in Köln in 22 Kategorien verliehen. Hinzu kommen zwei Förderpreise und eine Ehrung fürs Lebenswerk. Die meisten Nominierungen erhielt dieses Jahr RTL (20) vor dem ZDF (19), der ARD (18), Sat.1 (7), ProSieben (6), den dritten ARD-Programme (5), 3sat (2), Vox (2), RTL II (1), Eurosport (1) und Premiere (1).

          Ferres, die bisher keinen Deutschen Fernsehpreis erhalten hat, wurde nominiert für ihre Rolle im Film „Die Frau vom Checkpoint Charlie“, Michelsen für ihre Darbietung im Stasi-Drama „12 heißt: Ich liebe dich“ und Wackernagel für den Streifen „Contergan“ (alle ARD) sowie den ZDF-Film „Mein Mörder kommt zurück“. Maticevic darf gleich wegen dreier Filme auf den Fernsehpreis hoffen: „Die dunkle Seite“ (RTL), „Das Gelübde“ (WDR) und „Die Todesautomatik“ (ZDF). Sadler geht mit zwei Filmen in den Wettbewerb: „Die Jagd nach dem Schatz der Nibelungen“ (RTL) und „Contergan“ (ARD). Striesow wurde ebenfalls - wie Michelsen - mit einer Rolle im Stasi-Drama „12 heißt: Ich liebe dich“ nominiert.

          In der Kategorie bester Fernsehfilm/Mehrteiler werden gleich fünf Filme ins Rennen geschickt: „Contergan“, „Die Frau vom Checkpoint Charlie“, „Die Jagd nach dem Schatz der Nibelungen“, „Das jüngste Gericht“ (RTL) und „Das Wunder von Berlin“ (ZDF). „Die jüngere Zeitgeschichte liefert nach wie vor die großen Stoffe für den Fernsehfilm“, sagte der Juryvorsitzende Lutz Carstens. „Der Contergan-Skandal und vor allem die deutsch-deutschen Geschichten dominierten das Programm.“ Die Jury würdigte auch das „Comeback“ des Privatsenders RTL „mit Hochglanz-Unterhaltung im Hollywood-Format“. „Die Jagd nach dem Schatz der Nibelungen“ wurde auch noch in den Kategorien Musik und Visuelle Effekte nominiert. Auch der Katastrophenfilm „Tarragona“ geht mit vier Nennungen an den Start.

          Beide als beste Darsteller nominiert: Claudia Michelsen und Devid Striesow bei der Premiere von „12 heißt: Ich liebe Dich”
          Beide als beste Darsteller nominiert: Claudia Michelsen und Devid Striesow bei der Premiere von „12 heißt: Ich liebe Dich” : Bild: picture-alliance/ dpa

          In der Kategorie beste Serie gehen „Doctor's Diary“ (RTL), „Dr. Psycho - Die Bösen, die Bullen, meine Frau und ich“ (ProSieben) und „KDD - Kriminaldauerdienst“ (ZDF), „Mord mit Aussicht“ (ARD) und „R.I.S. - die Sprache der Toten“ (Sat.1) ins Rennen. Als beste Dokumentationen wurden „Ein Artikel zuviel - Anna Politkowskaja und das System Putin“ (3sat) und „Das Schweigen der Quandts“ (NDR) aufgeboten. In der Kategorie beste Show/beste Unterhaltungssendung heißen die Bewerber „Das weiß doch jedes Kind - Das Promi-Special“ (Sat.1), „Deutschland sucht den Superstar: Die Motto-Shows“ (RTL) und „Germany's next Topmodel“ (ProSieben). Matti Geschonneck („Duell in der Nacht“, ZDF), Niki Stein („Der große Tom“, ARD, „Die Todesautomatik“, ZDF) und Connie Walther („12 heißt: Ich liebe dich“) können den Fernsehpreis für die beste Regie bekommen.

          Am 12. Oktober, dem Tag nach der Preisverleihung, zeigt das ZDF die von Thomas Gottschalk moderierte Gala um 20.15 Uhr.

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