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Deutscher Fernsehpreis : Ehrenpreisträger Wallraff hat sich erschreckt

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Hat sich vom Schrecken offenkundig schon wieder erholt: Enthüllungsjournalist Günter Wallraff bei der Ankunft zur Verleihung des Deutschen Fernsehpreises in Düsseldorf. Bild: dpa

Der Kölner Enthüllungsjournalist Günter Wallraff ist von seiner Auszeichnung des Deutschen Fernsehpreises für sein Lebenswerk ziemlich überrascht worden. Aber: „Vielleicht hab ich’s sogar verdient.“

          Der Kölner Enthüllungsjournalist Günter Wallraff ist von seiner Auszeichnung als Ehrenpreisträger des Deutschen Fernsehpreises ziemlich überrascht worden. „Ein Ehrenpreis fürs Lebenswerk, da erschrickt man erst mal. Ich hatte bislang gedacht, ich hätte mich nicht aufs Altenteil gesetzt“, sagte der 73-Jährige am Mittwoch vor der Verleihung in Düsseldorf. Er sei es nicht gewöhnt, geehrt zu werden. Aber: „Vielleicht hab ich’s sogar verdient.“

          Der Journalist hat mehrere Enthüllungs-Bestseller („Ganz unten“) geschrieben, für seine investigativen Recherchen schlüpfte er immer wieder in andere Rollen. Wie kein Zweiter habe sich Wallraff in seinem über 50-jährigen Berufsleben um den investigativen Journalismus in Deutschland verdient gemacht, hieß es zur Begründung der Jury-Entscheidung.

          Nach einem Jahr Pause und heftiger Kritik an der Vergabepraxis hat am Mittwochabend in Düsseldorf die Verleihung des Deutschen Fernsehpreises 2016 begonnen. Anders als in den vergangenen Jahren wurden die besten Schauspieler, Schauspielerinnen und Produktionen in mehr als 20 Kategorien nicht bei einer Fernsehgala gewürdigt, sondern im Rahmen eines „Branchentreffens“ in den Rheinterrassen. Nominiert waren unter anderem die RTL-Serie

          „Deutschland 83“ mit Jonas Nay und der Sat.1-Krimi „Mordkommission Berlin 1“ mit Friedrich Mücke.

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