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Serien-Summit in Köln : Was wir demnächst noch zu sehen kriegen

  • -Aktualisiert am

Die nächste interessante Serie könnte aus der Ukraine kommen: Den Weltvertrieb von „Hide and Seek“ der Firma FILM.UA hat ZDF Enterprises übernommen. Bild: Film.UA Group

Serien, Serien, Serien: Dank Netflix, Amazon und Co. wird produziert wie wild, an Qualität ist kein Mangel. Haben wir schon den „Content Overload“ erreicht? Beim Branchentreff in Köln scheint es so.

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          „Es gibt ein Leben nach ‚Game of Thrones‘“, übte sich Marcus Ammon, beim Abosender Sky für deutsche Eigenproduktionen wie „Das Boot“ oder „8 Tage“ verantwortlich, auf dem achten Kölner „Serien-Summit“ in Optimismus, ohne freilich die ökonomische Bedeutung dieser Serie für seinen Sender, der lange zu sehr auf Fußball gesetzt habe, in Abrede zu stellen. Dass angesichts des heutigen Ausstoßes an Edelserien noch einmal eine einzelne Produktion eine Durchschlagskraft wie die Feuer-und-Eis-Saga entfalten werde, wurde auf der Konferenz allgemein bezweifelt. Das bevorstehende Finale fühle sich daher an wie das Ende einer Ära, hieß es schon in der Begrüßung von Petra Müller, der Geschäftsführerin der Film- und Medienstiftung NRW, die gemeinsam mit der Internationalen Filmschule ifs und der Medienagentur HMR International die jährliche Veranstaltung ausrichtet.

          „Content Overload“ ist die mild skeptische Vokabel, die in solchen Zusammenhängen neuerdings oft fällt. Der Leiter des Festivals Seriencamp, Gerhard Maier, führte die Tendenz der Streamingdienste, die Plattformen selbst immer stärker zu bewerben, auf genau dieses Überangebot zurück. Alle Anbieter, und es werden immer noch mehr, halten inzwischen so viele sehenswerte Serien vor, dass man sich von der Konkurrenz nicht nur durch Inhalte, sondern auch durch Bedienungsfreundlichkeit unterscheiden möchte. Zudem werde – etwa mittels der Autoplay-Funktion von Netflix – immer stärker auf Verweildauer gesetzt statt auf Spitzenquoten durch Ausnahmeserien.

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