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Sportkenner Pascal Boniface : Russland hat die WM schon jetzt gewonnen

Flimmert da was? Bei der Ankunft mit dem Mannschaftsbus in Sotschi hat Brasiliens teuerster Spieler Neymar noch keinen Blick für die Fans. Bild: Imago

Putin wollte unbedingt die WM. Die Chinesen kaufen Europas TV-Rechte. Für Iran und Saudi-Arabien ist Fußball Machtkampf: Was ist das für ein verrückter Sport? Ein Gespräch mit dem französischen Sportexperten Pascal Boniface.

          5 Min.

          In Frankreich erschüttert die Vergabe der Fernsehrechte am Fußball die Medien. Der Preis für die Rechte ist um mehr als ein Drittel auf 1,15 Milliarden Euro gestiegen. Den Zuschlag bekam die bisher in Frankreich nicht präsente Firma Mediapro, Marktführer in Spanien, die im Februar die Serie A in Italien ersteigerte. Mediapro gehört dem chinesischen Investmentfonds Hontai Capital. Was wollen die Chinesen im europäischen Fußball?

          Jürg Altwegg

          Freier Autor im Feuilleton.

          Die französische Liga hat dank Neymar und Paris Saint-Germain eine neue Dimension erreicht. Es gab schon in der vergangenen Saison ein Spiel am Sonntag um dreizehn Uhr: Das ist für China die ideale Anspielzeit. Hinter der Strategie stecken politische und wirtschaftliche Überlegungen. Staatspräsident Xi Jinping will den Fußball in seinem Land auf ein Niveau bringen, das dem Rang einer Weltmacht entspricht. Es wird sehr viel für die Ausbildung der einheimischen Spieler getan. Man ist bemüht, die Landesmeisterschaft attraktiver zu machen. Drei der fünf bestbezahlten Spieler der Welt spielen in China. Carlos Tevez verdient in Schanghai pro Jahr 38 Millionen Euro. Ende Mai wäre es beinahe zum Transfer von Andrés Iniesta gekommen.

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