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Kinofilm verschoben : Kein „Kaiserschmarrndrama“ in diesem Sommer

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Kein Fan von München: Dorfpolizist Franz Eberhofer (Sebastian Bezzel, rechts) in Aktion. Kompagnon Rudi (Simon Schwarz, links) schaut zu Bild: ARD Degeto/BR/Constantin Film/Be

Die Verfilmungen der Eberhofer-Krimis von Rita Falk mit Sebastian Bezzel in der Hauptrolle sorgen im Kino für Volksfeststimmung. Weil es die in der Corona-Krise nicht geben kann, läuft der Film nicht an. Nicht einmal in Bayern.

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          „Dampfnudelblues“, „Grießnockerlaffäre“ oder „Leberkäsjunkie“: Die Krimis von Rita Falk
          haben Kultstatus, ebenso die Filme. Doch wer auf die neue Krimikomödie „Kaiserschmarrndrama“ mit dem Dorfpolizisten Franz Eberhofer in diesem Sommer gehofft hat, wird enttäuscht.

          „Unter den aktuellen Vorgaben ist es schlicht nicht möglich, den neuen Film wie geplant im August zu starten“, sagte Constantin-Chef Martin Moszkowicz der Deutschen
          Presse-Agentur in München. Als Grund nannte er die Hygiene-Vorgaben, die zurzeit wegen der Corona-Pandemie in Kinos gelten und etwa die Zahl der Sitzplätze stark beschränken.

          Außerdem lebten diese Filme von der Atmosphäre im Saal. „Da ist echte Volksfeststimmung in den Kinos.“ Filmtheater etwa in Bayern dürfen von Montag an zwar wieder öffnen, allerdings nur mit bis zu fünfzig Zuschauern pro Saal. „Da werden viele Kinos Pleite machen. Die können so nicht kostendeckend arbeiten“, sagt Moszkowicz. „Ich hoffe sehr, dass man da noch nachjustieren wird.“

          Auch für Filmverleiher ist es wenig interessant, ihre Filme vor oft nicht mal halbvollen Sälen zu zeigen. „Wenn es keine vernünftigen Kapazitäten in den Kinos gibt, wird es keine vernünftigen Filme geben, die starten. Und wenn keine guten und erfolgreichen Filme starten, können die Kinos nicht überleben“, sagte Moszkowitz, der Filme wie „Fack ju Göhte“ oder „Er ist wieder da“ produziert hat.

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