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Streit in Frankreich : Der Effekt der Gelbwesten auf die Runkfunkgebühr

Gelbwesten verfolgen eine Fernsehansprache des französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Bild: Reuters

Überholt, reformresistent, gar Schande der Republik? Frankreich streitet um die Rundfunkgebühr für öffentlich-rechtliche Sender – und nähert sich damit den Forderungen der Demonstranten an.

          „Die Rundfunkgebühren sind eine überholte Steuer, die weitgehend von Senioren bezahlt wird“, erklärte Frankreichs Haushaltsminister Gérald Darmanin am Montag im öffentlich-rechtlichen Radio, das von ihnen lebt. Am Freitag zuvor hatte er im Privatfernsehen für die Abschaffung plädiert: „Die Gebühren wurden mit dem Aufkommen des Fernsehens eingeführt. Ich bin für die Abschaffung dieser Abgabe, nicht für ihre Neuerfindung.“

          Jürg Altwegg

          Freier Autor im Feuilleton.

          Darmanin schaut auf den Rundfunk und hat dabei die Bewegung der Gelbwesten im Sinn. Diese nahm vor bald sechs Monaten ihre Anfang aus Protest gegen die Erhöhung der Abgaben auf Benzin und Diesel. Die Demonstrationen hätten eine Einbuße des Wirtschaftswachstums um 0,2 Prozent zur Folge, behauptete Darmanin, der kein Blatt vor den Mund, diesen aber gelegentlich ziemlich voll nimmt. Er beziffert die Kosten der Revolte auf rund vier Milliarden Euro. Genau so viel verschlingen die öffentlichen Medien. Die „Gilets Jaunes“ gehören zweifellos zu den Franzosen, die zu Hause einen Fernseher haben und die Gebühren bezahlen, 139 Euro jährlich. An der Stelle könnte man den demonstrierenden Bürgern entgegenkommen – man begreift Damanins Versuchung zum Kahlschlag.

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