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Dresdner Medienexperte : Wolfgang Donsbach ist tot

  • Aktualisiert am

Wolfgang Donsbach (1949-2015) Bild: dpa

Er war einer der profiliertesten Experten für Medien und Öffentlichkeit. Als Gründungsprofessor prägte er das Institut für Kommunikationswissenschaften der TU Dresden. Nun ist Wolfgang Donsbach überraschend gestorben.

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          Der Dresdner Kommunikationswissenschaftler Wolfgang Donsbach ist tot. Die Technische Universität Dresden trauere um „einen ihrer profiliertesten Professoren und einen weit über die Universitätsgrenzen hinaus gesellschaftlich engagierten Wissenschaftler“, teilte die Hochschule mit. Die Nachricht habe die Universität „wie ein Schock" getroffen. Der Medienexperte starb am Sonntag im Alter von 65 Jahren an einem Herzinfarkt, den er bei einem Rollhockey-Spiel erlitt.

          Der gebürtige Bad Kreuznacher, der in Mainz bei Elisabeth Noelle-Neumann studiert hatte, gründete 1993 an der TU Dresden das Institut für Kommunikationswissenschaft, das er fast zwei Jahrzehnte lang leitete. Er wurde zum Experten für Journalismus, öffentliche Meinung und politische Kommunikation. Bis zu seinem Tod hatte er einen Promotionslehrstuhl inne. Erst im März dieses Jahres war er emeritiert worden.

          In der Öffentlichkeit nahm Donsbach Stellung zu zahlreichen gesellschaftlichen Themen und deren Aufbereitung in den Medien, etwa zum asylkritischen Bündnis „Pegida“. Er war freier Mitarbeiter im SWR-Hörfunk und hatte als Hospitant beim ZDF journalistische Erfahrungen gesammelt. Als Präsident der World Association for Public Opinion Research und der International Communication Association engagierte er sich international und erhielt für seine Leistungen mehrere Auszeichnungen.

          Wolfgang Donsbach hinterlässt seine Frau und einen Sohn.

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