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TV-Branche : Es lebe der neue Deutsche Fernsehpreis

  • Aktualisiert am

Thomas Gottschalk und Marcel Reich-Ranicki 2008. So kontrovers wird über den Fernsehpreis nicht mehr diskutiert werden. Ab 2016 gibt es das „Branchentreffen“ nicht mehr im Fernsehen. Bild: dpa

Im vergangenen Jahr haben die Sender den Deutschen Fernsehpreis beerdigt. Es war eine einzige Pleite. Jetzt kehrt der Preis zurück - als Neujahrstreffen mit Sekt und Schnittchen.

          Der Deutsche Fernsehpreis ist tot. Es lebe der Deutsche Fernsehpreis. Im vergangenen Jahr wurde die Vorzeige-Auszeichnung der hiesigen TV-Branche zum letzten Mal vergeben. Die vier Stifter - ARD, ZDF, Sat.1 und RTL - hatten sich nicht auf ein neues Konzept einigen können. Die Vergabe der Preise war umstritten, die Übertragung im Fernsehen ein Quotenkiller. So wollte niemand mehr weitermachen. Jetzt haben die Senderchefs sich jedoch auf etwas Neues verständigt - es ist eine kleine Lösung.

          Der neue Deutsche Fernsehpreis wird am 13. Januar 2016, wie die Stifter mitteilen, als „Neujahrstreffen der Fernsehbranche“ zelebriert. “Mit neuem Konzept, in attraktivem Ambiente und lockerer Atmosphäre in den Düsseldorfer Rheinterrassen“ soll das Ganze stattfinden. So haben es der ZDF-Intendant Thomas Bellut, sein Kollege Tom Buhrow vom WDR, der RTL-Programmgeschäftsführer Frank Hoffmann und Nicolas Paalzow, der Senderchef von Sat.1, beschlossen.

          „Ein herzliches Dankeschön“

          Es wird eine Veranstaltung im größeren, aber kleinen Kreis. Im Fernsehen wird das „Branchentreffen“ nämlich nicht gezeigt. „Das Neujahrstreffen der Fernsehbranche soll ein Fest von Fernsehmachern für Fernsehmacher sein, ein herzliches Dankeschön für die Besten und Erfolgreichsten des Jahres“, sagte  Frank Hoffmann von RTL, er führt 2016 den Vorsitz der Stifter. „Wir haben den Preis neu gedacht und wollen die Freiräume, die der Wegfall der TV-Inszenierung bietet, konsequent nutzen. Der Fernsehpreis 2016 steht für einen Neuanfang dort, wo es nötig war, und für Kontinuität in der Würdigung der herausragenden Leistungen eines Fernsehjahres. Wir freuen uns auf einen schönen und stimmungsvollen Abend zum kommenden Jahresauftakt.“

          In Düsseldorf wird die Party vielleicht etwas kleiner: Beim After-Show-Dinner 2014 in Köln.

          Damit die Stimmung nicht kippt, haben die Preistifter „Eckpunkte“ beschlossen: Erster Eckpunkt: „Die Preisverleihung soll als abendliches Award-Dinner in den Düsseldorfer Rheinterrassen stattfinden.“ Zweitens: „In diesem Rahmen sollen Auszeichnungen in bis zu 25 Kategorien vergeben werden, wobei die kreativen Einzelleistungen wieder mit eigenständigen Auszeichnungen vertreten sind. Gleichzeitig soll eine gleichberechtigte Würdigung der Leistungen in Fiktion, Unterhaltung und Information ermöglicht werden.“ Drittens: Für die Vorauswahl werden drei „Fachkommissionen“ zuständig sein - für Fiktion, Unterhaltung und Information. Gemeinsam sollen sie dann die Jury bilden, die über Nominierungen und Preise entscheidet.

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