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„Charlie Hebdo“-Zeichner Luz : Mohammed ist uninteressant

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Der „Charlie Hebdo“-Zeichner Luz mit der Ausgabe des Magazins, die nach dem Attentat erschien. Bild: dpa

Renald Luzier, Karikaturist von „Charlie Hebdo“, will Mohammed nicht mehr zeichnen. Das berühmte Titelblatt mit dem weinenden Propheten, das nach dem Massenmord in der Redaktion erschien, stammt von „Luz“. Wieso hört er auf?

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          Der „Charlie Hebdo“-Zeichner Luz will künftig keine Mohammed-Karikaturen mehr zu Papier bringen. Die Figur interessiere ihn nicht mehr, sagte er fast vier Monate nach dem blutigen Anschlag auf das französische Satiremagazin in einem Interview der Zeitschrift „Les Inrockuptibles“.

          „Ich bin ihrer überdrüssig“

          „Ich bin ihrer überdrüssig geworden, genauso wie bei (Ex-Präsident Nicolas) Sarkozy. Ich werde nicht mein ganzes Leben damit verbringen, sie zu zeichen.“ Luz, der mit bürgerlichem Namen Renald Luzier heißt, hatte das Titelbild der ersten Ausgabe nach dem islamistischen Anschlag gezeichnet. Es zeigte einen weinenden Propheten Mohammed mit „Je suis Charlie“-Schild und dem Slogan „Alles ist vergeben“.

          Das Satiremagazin war wegen seiner stetigen Islam-Kritik und wegen des Abdrucks von Mohammed-Karikaturen ins Visier von Extremisten geraten. Am 7. Januar hatten zwei Attentäter, die Brüder Chérif und Said Kouachi, die Redaktion von „Charlie Hebdo“ gestürmt. Sie erschossen zehn Menschen, darunter den Chefredakteur „Charb“, Stephane Charbonnier. Den Pförtner hatten die Angreifer zuvor getötet, auf ihrer Flucht erschossen sie den Polizisten Ahmed Merabet. Am 9. Januar waren die Kouachi-Brüder bei einem Schusswechsel getötet worden.

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