https://www.faz.net/-gqz-7pc2t

Datenleck beim „Quizduell“ : Nichts funktioniert

  • -Aktualisiert am

Die Daten der Quizduell-Nutzer, die sich zur interaktiven Teilnahme an der gleichnamigen ARD-Sendung anmeldeten, waren nicht ausreichend geschützt. Bild: ARD/NDR

Zuerst brach die angebotene App immer wieder zusammen. Und nun wurde bekannt, dass auch die Daten von 50.000 Nutzern, die sie für die Teilnahme am „Quizduell“ der ARD verwendeten, nicht hinreichend geschützt waren.

          1 Min.

          Im „Quizduell“, so die ursprüngliche Idee der Sendung mit Jörg Pilawa, sollen Studiogäste gegen das per App teilnehmende Fernsehpublikum antreten. Das einzig ernsthafte Duell wurde bisher allerdings zwischen dem NDR und der Technik ausgetragen, die Tücken Letzterer behielten dabei die Oberhand über die Kompetenz des produzierenden Senders und der Produktionsfirma ITV Studios. Die App war bereits mehrfach durch Hackangriffe lahmgelegt worden, die Gäste traten deshalb statt gegen Millionen Fernsehzuschauer nur gegen das überschaubare Studiopublikum an.

          Jetzt wurde bekannt, dass die Daten jener Nutzer, denen es gelang, sich über die App zur Teilnahme anzumelden, nur unzureichend geschützt waren. Der Informatiker Martin Tschirsich hatte die Sicherheitslücke gefunden und den Branchendienst Heise Security informiert, der das Problem bestätigte und dem NDR sowie ITV meldete. Insgesamt waren laut Heise Security die Daten – darunter Klarnamen, Wohnorte, Geburtsdaten und E-Mail-Adressen – von 50.000 Nutzern betroffen. Heise Security hatte das Datenleck am Montagnachmittag, also vor Beginn der ersten Sendung, festgestellt. Weitere Tests waren nach Aussage des Branchendienstes nicht möglich, da „der betroffene Dienst seit der Premierensendung nicht mehr erreichbar ist“.

          ITV gab auf Nachfrage bekannt, man nehme es es „sehr ernst, dass Daten von registrierten Usern für das Quizduell während der Belastungstests zeitweise nicht ausreichend geschützt waren.“ Die Sicherheitslücke sei jedoch umgehend geschlossen worden. Derzeit, so die Stellungnahme der Produktionsfirma weiter, werde geprüft, „ob und in welchem Umfang auf die Daten zugegriffen wurde.“

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Elektronenmikroskopische Aufnahme des neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2), das Covid-19 verursacht

          Coronavirus : Mehr als 21.600 Neuinfektionen in Deutschland

          Das RKI meldet 379 Todesfälle binnen 24 Stunden. Am Freitag wurde die Marke von einer Million Covid-19-Fällen in Deutschland überschritten. Die Zahl der Neuinfektionen liegt unter dem Stand der Vorwoche.
          Franziska Giffey: Möchte die Berliner mit dem Thema Innere Sicherheit überzeugen.

          Parteitag der Berliner SPD : Giffey will es wissen

          Auf dem ersten hybriden Parteitag der Berliner SPD wirbt die Bundesfamilienministerin für ihre Führungsrolle in der Hauptstadt. Zu ihrer Doktorarbeit sagt sie nichts. Nun kommt es darauf an, wie stark ihre Partei sie machen will.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.