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„Google News Showcase“ : Zwanzig Verlage sind dabei

  • Aktualisiert am

Ein Google-Logo in Kalifornien (Symbolbild). Bild: Reuters

Google startet gemeinsam mit zwanzig Verlagen, darunter die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, ein Nachrichtenangebot. Der Konzern bezahlt erstmals für Presseartikel. Der Verlegerverband BDZV übt Kritik.

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          Google startet gemeinsam mit zwanzig Medienhäusern aus Deutschland ein Nachrichtenangebot mit Inhalten, für die der Konzern erstmals in seiner Geschichte Lizenzgebühren zahlt. Für Angebote im „Google News Showcase“ werde man in den ersten drei Jahren weltweit mehr als eine Milliarde Dollar (855 Millionen Euro) bereitstellen. Dies sei Googles „bislang weitreichendster Schritt, um die Zukunft des Journalismus zu unterstützen“, schreibt der Europachef Philipp Justus. Kritisch gesehen wird das Angebot derweil vom Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV).

          Der Dienst beginnt in der Google News App für Android für Anwender in Deutschland und Brasilien. Es folgt die Google News App für das iPhone. Danach sollen die Inhalte auf dem Smartphone in Google Discover und in der Google-Suche erscheinen. Zu Googles Partnern zählen die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, „Der Spiegel“, „Die Zeit“, „Rheinische Post“, „Tagesspiegel“, Burda („Focus Online“), Berliner Verlag („Berliner Zeitung“), Funke Mediengruppe („WAZ“), Gruner+Jahr („Stern“), Handelsblatt-Gruppe („Handelsblatt“, „Wirtschaftswoche“), Ippen Media Group („Münchner Merkur“), Lensing Media („Ruhr Nachrichten“), Mediengruppe Oberfranken („inFranken“), Mediengruppe Pressedruck („Augsburger Allgemeine“, „Südkurier“), „Neue Osnabrücker Zeitung“, Ströer („t-online“), VRM („Allgemeine Zeitung“), Computec Media („Golem“) und „Netzwelt“. Das Angebot soll noch weiter ausgebaut werden.

          Im Rahmen des Deals erwirbt Google das Recht, Inhalte anzuzeigen, die auf den Verlagsseiten frei zugänglich sind, aber auch Artikel aus kostenpflichtigen Angeboten, um sie dann kostenlos anzubieten. Carsten Knop, Herausgeber dieser Zeitung, begrüßte das Konzept: „Das neue Produkt gibt uns die Möglichkeit, unseren Qualitätsjournalismus noch mehr Lesern vorzustellen, die eventuell zu treuen Lesern und Abonnenten werden.“ Der Verlegerverband BDZV teilte mit, Google erkenne mit dem neuen Angebot grundsätzlich an, dass es für Presseinhalte zahlen müsse. „Es ist daher umso weniger nachvollziehbar, dass der Konzern sich gegen klare gesetzliche Regelungen zum Schutz von Presseinhalten wendet. Es drängt sich der Verdacht auf, dass Google offenbar lieber ein eigenes Angebot lanciert, bei dem es die Teilnahmebedingungen diktieren kann, anstatt Recht und Gesetz in der EU anzuerkennen.“ „Die Geldausschüttung an Verlagshäuser“ erfolge „nach Gutsherrenart“. Das habe „nichts mit unseren Vorstellungen von einem modernen Urheberrecht im 21.Jahrhundert zu tun“.

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