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Ende der Verkehrsnachrichten : Um einen föderalen Stau bittend

  • -Aktualisiert am

Sie wollten immer mal wissen, wie das berühmte Autobahnkreuz im Verkehrsfunk aus der Nähe aussieht? Ein Stau bietet Möglichkeiten zur genaueren Betrachtung. Bild: dpa

Ich vermisse die Verkehrsnachrichten im Deutschlandfunk jetzt schon. Sie halfen mir dabei, morgens in den Tag zu kommen. Ein Abschiedsgruß.

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          Als Kind lag ich morgens lange im Dunklen im Bett und hörte Stimmen. Sie drangen aus meinem Transistorradio, das ich sofort nach dem Aufwachen einschaltete; und da hörte ich, noch im Halbschlaf, die Wasserstandsmeldungen. Es begann oft mit einer düsteren Prophezeiung: „Am Mittwoch werden das Nacht-Hochwasser an der deutschen Nordseeküste und in Emden sowie das Morgen-Hochwasser in Bremen und Hamburg etwa einen Meter höher als das mittlere Hochwasser eintreten.“ Das Wort „Hochwasser“ besaß in Bielefeld einen aufregenden Klang, Emden, Bremen und Hamburg konnten jederzeit in den Fluten versinken; aber ab welcher mittleren Hochwasserhöhe, wusste ich natürlich nicht. Anschließend wurden die Pegelstände der Flüsse verlesen.

          Die Namen der Orte waren mir unbekannt; dass die Elbe zwischen Altgarbe und Schnackenburg einen Pegelstand von 161 Zentimetern hatte, Tendenz fallend, sagte mir nichts, aber es hörte sich nicht gefährlich an. Bei Altgarbe handelte es sich möglicherweise um Aland-Garbe, das hatte ich die ganze Kindheit über missverstanden. Eine monotone Stimme leierte Orte und Zentimeterangaben langsam und sorgfältig akzentuierend herunter, denn die Schiffer in ihren Schiffen lauschten mit großen Ohren und wildem Weh, sie wollten wissen, ob sie in Gefahr waren, auf ein Felsenriff zu laufen. Dann hätten die Wellen am Ende noch Schiffer und Kahn verschlungen, deshalb mussten die Pegelstände immer besonders klar und deutlich verlesen werden.

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